Umweltprobleme in Uruguay

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Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon ATA » Sonntag 4. Juli 2010, 16:08

Varios departamentos registran Cesio 137; no está claro su origen
Contaminante nuclear. Puede venir de plantas vecinas o de la atmósfera
http://www.elpais.com.uy/100704/pnacio- ... -su-origen

Einigen Küstenabschnitten am Rio de la Plate sind mit radioaktives Cäsium 137 belastet. Nun fragt man sich, woher kommt diese Teufelszeug.

Im Verdacht steht
a) eine weltweite Verunreinigung (Cäsium 137 ist durch Tschernobyl in Südschweden und Deutschland relativ stark verteilt worden. Aber durch die große Entfernung zu Uruguay und die geringe Halbwertzeiten kommt zumindest Tschernobyl wohl weniger in Betracht)
b) nukleare Forschungsflugzeuge, woher auch immer
c) das nur 80 km von Colonia entfernte Atomkraftwerk von Atucha in Argentinien
d) Atomkraftwerke in Brasilien
Selbstredend kommt Argentinien und Brasilien nicht in Frage, weil dort die Atomenergie, wie auch weltweit 101% beherrscht wird und man selbstverständlich genaustens weiß, wie hoch, bzw. wie sehr gering doch die Umweltbelastung durch die dortigen Kernkraftwerke sind, siehe auch AKW Krümmel in Deutschland mit seltsam erhöhten Leukemiefällen. :evil:
Also wird weiter vermutet, erforscht und wieder irgendwann vergessen, denn... Atomenergie muss ausgebaut werden. Es ist eine saubere, umweltfreundliche Energie....sagt man und auch Frau Bundeskanzlerin Merkel. Als Ex Physikerin sollte sie es ja wohl wissen, oder etwa nicht? :roll: Zumindest politisch kann sie nicht alles und weiß nicht alles. Und das ist doch ihr Primärjob.
Warten wir ab, was die Recherchen in Colonia und Umgebung bringen werden.
Leben und leben lassen!
ATA
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Flori » Montag 5. Juli 2010, 02:49

Hola ATA,

da gibt´s noch mehr zum Thema... leider! :shock:

http://www.zmag.de/artikel/radioaktive- ... reigesetzt


Na dann gute Nacht...

Flori
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon ATA » Montag 5. Juli 2010, 09:22

Flori hat geschrieben:da gibt´s noch mehr zum Thema... leider! :shock:
http://www.zmag.de/artikel/radioaktive- ... reigesetzt

Hola Flori und alle anderen Forumleser,
da liegt es wohl auf dem ersten Blick nahe, das da ein Zusammenhang sein könnte. Sollten diese Fliegen nur bestrahlt worden sein, wäre es rel. harmlos. Sollte sie aber Cäsium 137 im Körper mit rumtragen, sieht es schon anders aus. Besonders für Insektenfresser. Steht auch hier der Mensch am Ende der Nahrungskette? Vielleicht kann sich ja jemand hier im Forum darüber Gedanken machen.
Cheetah, wäre es möglich, dass größere Mengen Fliegen in Wasser verenden können, das für den menschlichen (tierischen :o )Verbrauch genutzt wird?
Gibt es eigentlich verlässliche Meßwerte über radioaktive Belastungen i.d.Nähe von brasilianische ode argentinische AKW`s?
Südamerika hat eine solche Vielfalt von alternative Energieerzeugungsmöglichkeiten, da ist es nur verwunderlich, das AKW`s in Erwägung gezogen werden. Auch aus Freundschaft zu unrasierten Präsidenten sollte Atomenergie nach Südamerika nicht importiert werden. Und wo bleiben die radiaktiven Abfälle, in einigen teilweise korrupten Ländern Südamerikas? Nach Asse in Deutschland geht nicht mehr. Hier wurde sauber, akkorat und vorschriftsmäßig aufs größte verschlammt und vertuscht.

Ich stelle mir mal vor, was niemals niemals passieren darf, aber kann, in Deutschland entstünde durch menschliches o.a. Versagen ein GAU (größter anzunehmende Unfall) und ganz Deutschland und die Anrainerländer wären auf zig, hunderte tausende oder zigtausende von Jahren radioaktiv verseucht und müsste evakuiert werden.

Was nun, Frau Bundeskanzlerin und Herr Ersatzbundeskanzler Westerwelle. Schon einen Plan dafür ausgeheckt? Oder geht die Liebe zum Volke nicht ganz sooo weit? Wenn nicht, dann bitte nicht so viel saumäßig hohen Einsatz für die Atomlobby an den Tag legen. Schließlich lebt man in Deutschland in einer Demokratie und nicht in einer Lobbyistie, was durch die umstrittende Bundespräsidentenwahl den Anschein schon einmal erweckte.
Leben und leben lassen!
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Cheetah » Montag 5. Juli 2010, 16:48

Na das ist ja ein "dicker Hund" was da so abgeht. Mal wieder Technologie a la USA.

Hallo ATA,
hier in der Sierra haben wir fliessende Gewaesser, die ich - aber als Laie - in so einem Fall fuer weniger gefaehrlich halte als stehende Gewaesser (Tajamare z.B.). Ich selbst habe mein Hauswasser (Trinkwasser) aus einem 3o m tiefen Bohrloch.

Ferner hat man in etwas hoeheren Lagen - wo es windiger ist - weniger Fliegen. Fuer die "gruenen Brummerfliegen" sind natuerlich Abfaelle eine wunderbare Brutstaette.

Bei Wassertonnen (etwa gesammeltes Regenwasser fuer den Garten) hatten wir in Afrika - gegen Moskitos - immer ein bisschen Petroleum reingeschuettet ins Wasser, das half gegen das Brueten der Moskiten.

Lohnt sich jedenfalls zu stoebern, was wir in dieser Angelegenheit noch finden.

LG
Cheetah

PS. Hab mal nachtraeglich einen Wikipedia-Link ausgesucht ueber Tschernobyl

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastroph ... schernobyl

den muss ich selbst erst einmal in Ruhe durchstoebern.
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Cheetah » Montag 5. Juli 2010, 17:07

http://www.grin.com/e-book/98154/gefahr ... n-strahlen

In Verbindung mit diesem schnell ueberflogenen Link denke ich zurueck an das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt und die relativ vielen Faelle von Brustkrebs bei Frauen - Zufall?

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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon ATA » Montag 5. Juli 2010, 17:44

Cheetah hat geschrieben:http://www.grin.com/e-book/98154/gefahren-und-nutzen-von-radioaktiven-strahlen

In Verbindung mit diesem schnell ueberflogenen Link denke ich zurueck an das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt und die relativ vielen Faelle von Brustkrebs bei Frauen - Zufall?


Angela Merkel, CDU und die Atomenergie: Eine Rede
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberr ... e-akw.html

Laufzeitverlängerungen bis zu 60 Jahren für deutsche AKW´s. Ja spinnt denn die deutsche Kanzlerin???????
Uruguay bleibt Atomkraftwerkfrei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Leben und leben lassen!
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Flori » Dienstag 6. Juli 2010, 01:04

Hola ATA y todos,
Du hast recht, leider wird in Südamerika noch viel zu wenig in alternative Energien investiert...
Transnationale Unternehmen geben vielerorts den Ton an, und daraus resultiert eine kapitalistische Landwirtschaft nach dem Motto: Todo por la plata. Ob nun Monokulturen jeglicher Schattierung, Genmanipulation in der Landwirtschaft, Papier- und Atomindustrie, Bodenverseuchung, die Liste ist endlos.
Solange sich die Menschen in den einzelnen Ländern nicht organisieren und selber aktiv für ihre Umwelt und deren Schutz kämpfen wird die Situation sich weiterhin verschlechtern. Und ich kann nur feststellen, dass Umweltschützer und Kleinbauern in Brasilien, Paraguay, Kolumbien, Ecuador etc. sich solidarisieren und wehren.
Das scheint hier in Uruguay nicht der Fall zu sein, bedauerlicherweise. Oder existiert nur auf dem Papier... oh je, da bin ich schon wieder bei den celolosas! :cry:
Hier geht´s zum Umweltindex:

http://epi.yale.edu/Countries
(Costa Rica, man beachte!!!!)
Ciao
Linda
Flori
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Cheetah » Dienstag 6. Juli 2010, 01:15

Hallo Linda,

aber eines muss ich anfuehren: In Windenergie wird schon investiert (z. B. Sierra de las Caracoles - Dep. Maldonado)! Muss mal aus meinem Forum den oder die entsprechenden Links heraussuchen.
Ansonsten muessten die Menschen natuerlich (nicht zwangslaeufig durch uns Auslaender) aufmerksamer gemacht werden ueber die Gefahren. Aber ich glaube daran, dass das noch kommt, denn die Uruguayos sind relativ gut informiert durch die Medien. Nur selbst in Deutschland dauert es lange, bis die Buerger mal auf die Strasse gehen!

Fuer eine bessere Umwelt muss schon in den Schulen angefangen werden mit dem Lernen.

Leicht verregnete Gruesse ins schoene Piriapolis
Rita
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Cheetah » Dienstag 6. Juli 2010, 01:41

Hier der Link zu den Beitraegen ueber Windkraftwerke in Uruguay:

http://www.carookee.com/forum/UruguayUn ... 01105.html

LG
Cheetah/Tschicki
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Flori » Dienstag 6. Juli 2010, 03:06

hola Cheetah y todos,

es geht mir wirklich nicht darum, hier rumzumeckern, sondern mir fällt einfach auf, dass im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas hier im Bereich Umweltschutz wenig Initiative gezeigt wird.
Die Investoren aus dem In- und Ausland schalten und walten und sind happy, weil da kein Protest kommt.
Auf der anderen Seite bin ich Ausländer - und werde es immer hier sein. Somit bin ich hier nur Gast, keine Frage. Ich komme auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, um meine Vorstellungen und Meinungen hier den uruguayos aufschwatzen zu wollen.
Ich sehe mich, um es mit den Worten eines argentinischen Freundes von mir auszudrücken, so: "No me siento argentino, soy cosmopolitan". Oder sonstiges.
Ob ich jetzt hier oder in China oder auf den Bahamas lebe: Jeder Bewohner dieses Planeten ist mit verantwortlich für den Zustand dieser Erde. Und das nenne ich für mich persönlich "Verantwortung". Die lege ich nicht ab, nur weil ich meinen Wohnsitz verlege oder Grenzen überschreite.
Wenn jeder nur alles hin nimmt geht´s noch etwas schneller den Bach runter. Und immer nur dem Nachbarn die Schuld zuschieben kann ja wohl auch nicht der Weg sein... (von Atom (Ar)- und Papierindustrie (Uy).


LG
Flori

Es ist nicht alles silber was glänzt.....
Flori
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon Hormiga47 » Dienstag 6. Juli 2010, 12:16

Flori:
Ob ich jetzt hier oder in China oder auf den Bahamas lebe: Jeder Bewohner dieses Planeten ist mit verantwortlich für den Zustand dieser Erde. Und das nenne ich für mich persönlich "Verantwortung". Die lege ich nicht ab, nur weil ich meinen Wohnsitz verlege oder Grenzen überschreite.
Wenn jeder nur alles hin nimmt geht´s noch etwas schneller den Bach runter. Und immer nur dem Nachbarn die Schuld zuschieben kann ja wohl auch nicht der Weg sein... (von Atom (Ar)- und Papierindustrie (Uy).


Hallo,Flori
Es ist schon verheerend,wie die Menschen mit unserem Planeten Erde bezueglich der Umwelt umgehen!!Man hat manchmal das Gefuehl,in deren Koepfen rotiert der Gedanke:nach mir die Sintflut.
Nach wissenschaftlichen Berechnungen besteht unser Planet aber noch ca 7,5 Milliarden Jahre.
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft ... 36452.html
Aber,wenn,wie du sagst,Jeder nur Alles nimmt - koennte sich diese ,-fuer uns astronomische Zahl- schnell minimieren.
Erschreckend finde ich auch den Zustand unserer Meere,wo die Vorkommnisse riesiger Plastikteppiche zu verzeichnen sind!!
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/n ... index.html

Egal,ob man Buerger oder nur Gast eines Landes ist, - egal,in welchem Land man lebt - man sollte bei diesem Thema nicht mit geschlossenen Augen rumrennen!!
Wir leben Alle auf dem gleichem "Ball" !!
Bildquelle:http://www.deepwave-blog.de/2007/04/04/plastikmull_im_meer_problem_und_todliche~2034094/

Gruss:Silvia
1301964_c8ee7c7875_s.jpeg
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Hormiga47
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon ATA » Dienstag 6. Juli 2010, 17:19

Hormiga47 hat geschrieben:Es ist schon verheerend,wie die Menschen mit unserem Planeten Erde bezueglich der Umwelt umgehen!!Nach wissenschaftlichen Berechnungen besteht unser Planet aber noch ca 7,5 Milliarden Jahre.
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft ... 36452.html
Erschreckend finde ich auch den Zustand unserer Meere,wo die Vorkommnisse riesiger Plastikteppiche zu verzeichnen sind!!
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/n ... index.html

Unsere Erde wird es gar nicht mitbekommen, das für einen Zeitraum, der praktisch ein Nichts lang dauerte, eine Intelligente Tierrasse in der Lage war, Luft, Erde und Wasser zu verseuchen, zerstören und zu vergiften.100.000 Jahre Menschheitsgeschichte sind gemessen an 11 Milliarden Jahre Erdgeschichte völlig unbedeutend. Da lachen sogar die Saurier drüber. Und der "zivilisierte moderne" Mensch zerstört alles bewusst und desinteressiert, weil er seine Bequemlichkeit, sein persönliches Luxusstreben und die Gier nach (noch mehr) Geld ihn so gleichgültig und egoistisch macht. Auch Halbwertzeiten von teilweise in der Natur nicht vorkommenden radioaktive Substanzen von Millionen Jahren verkraftet unsere Erde locker. Aber in der Zwischenzeit müssen Milliarden Menschen dafür mit Armut, Gesundheit und vielen anderen Einschränkungen bezahlen, nur weil einige wenige zig tausend? Menschen es so haben wollen. Und seid Wochen strömt Öl aus der Tiefe im Golf von Mexiko und... eigendlich wird dies nicht groß mehr wahrgenommen.
Leben und leben lassen!
ATA
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Re: Umweltprobleme in Uruguay

Neuer Beitragvon ATA » Montag 16. August 2010, 10:14

Montevideo wird sauberer. Daran ändert auch nichts, das von den 6636 Müllcontainer 70% defekt sind und die Mülltrennung in der Bevölkerung noch nicht richtig akzeptiert wird. Immerhin sind 10 Leute durch die Containerreparatur in Lohn und Weißbrot. Besonders der Handel entsorgt trotz Geldstrafen seinen Müll häufig als privaten Hausmüll. Und von den vorhandenen 6 Mülleinsammelfahrzeugen sind oft nur 2 Einsatzbereit. Lärmend fahren sie durch die nächtlichen Strassen. Aber so lange sie noch fahren... Steuerlich abgeschrieben sind sie wohl schon seid 50 Jahren.
Bald werden, aufgeteilt in 12 Bezirken, Kolonnen von Arbeitern, ausgerüstet mit Schubkarre, Schaufel und Besen, in Montevideo illegalen Müll, sowie Unkraut entfernen. Auch der Zustand der öffentlichen Beleuchtung wird in Augenschein genommen und bei Defekten gemeldet. Entlohnung: 4800$ pro Monat. Jeweils nach zwei Monaten soll die Säuberungsaktion wiederholt werden.
An den entsprechenden Strassenseiten sollten morgens ab 6 Uhr bis 14 Uhr keine Fahrzeuge geparkt werden.
Leben und leben lassen!
ATA
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