Obstanbau in Uruguay

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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Enzian » Freitag 28. Oktober 2016, 08:33

Hallo Datura !

Ja , es ist viel Zeit ins Land gegangen . Mein Plan im September schon nach Uy zu fliegen , haben private - und bürokratische Gründe verhindert . Nun ist es soweit , Anfang November ist gebucht !

Bei weiterem Interesse über meine gemachten Erfahrungen bezüglich Obstanbau , Lebensbedingungen allgemein , über Land und Leute in diesem interessanten Land , solltet ihr mich wissen lassen . Ich möchte nicht für ein " Vakuum" schreiben oder berichten.

LG von Gerhard
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon urukai » Mittwoch 14. Dezember 2016, 22:17

Deine Erfahrungen würden mich in jedem Fall interessieren. Ich bin im kleinen auch gerade dabei zu experimentieren und stelle in diesem Bezug fest das mir der Moringa-Baum immer sympathischer wird, es sieht bis jetzt so aus das er für dieses Klima perfekt ist, nach kurzer Zeit sind die Samen prächtig gewachsen und ich bin schon gespannt wie sich das ganze entwickelt in ein paar Wochen wenn das umpflanzen beginnt.
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Enzian » Donnerstag 29. Dezember 2016, 13:38

Hola Urukai !

Weiß leider nicht wo du wohnst , gehe aber davon aus , das du jetzt in Urugay beheimatet bist ?
Ich selbst habe keine große Erfahrung mit dieser , für unsere Verhältnisse , exotischen Pflanze . Weiß aber , dass deren Blätter , mit hohen Vitamin A Gehalt , für Tees und Salate verwendet werden . Allerdings braucht der Moringa-Baum ziemlich hohe durchgängige Temperaturen ( zwischen 22-45 GradC )!
Zwar ist der Winter in Uy wärmer als in Deutschland , aber dennoch zu kalt für den Baum - zumindest im Aussenbereich . Es sei denn , du hast genug Platz in deinem Haus und kannst deine Pflanzen reinstellen sollten die Temperaturen unter dieser von mir genannten Temperatur sein .
Da ich ausschließlich in meinen Kommentaren über "Obstanbau in Urugay" berichte , sollte deine Pflanzung von Moringa Bäumen keinen relevanten , marktwirtschaftlichen , ökonomischen Aspekt hier in Uy herausstellen . Betrachte es als Hobby und Selbstversorgung , denn es fehlt ganz einfach der Markt dafür ! Ist natürlich nur meine Meinung darüber , lasse mich dabei gern aufklären , sollte es einen anderen Nachweis dafür geben .

Beste Grüße von Gerhard ( Enzian )
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon urukai » Samstag 7. Januar 2017, 00:20

Hallo Gerhard, ja ich bin in Uruguay (Nähe Pan de Azucar, genauer Nueva Carrara).

Ich habe mittlerweile meine Moringas zum ersten mal umgetopft und da bleiben sie nun noch ein oder zwei Monate, danach werden ich die Hälfte probieren direkt in der Natur anzupflanzen. Gewachsen sind sie wirklich nett, 20 cm ist in etwa der Durchschnitt in der Höhe und man kann zuschauen wie es weiter nach oben geht.
Die Moringas waren von Anfang draußen, allerdings direktes Sonnenlicht wurde vermieden. Auch Wasser nur sparsam eingesetzt.

Gewinn ist damit nicht zu machen, ich kenne Berichte von Plantagen und da geht es um 20-30 Hektar bepflanzt um halbwegs im grünen Bereich zu sein und Gewinn zu erzielen. Das ist und bleibt Hobby und Eigenversorgung.

Interessanterweise habe ich so manche Rückmeldung erhalten hier aus Uruguay (poste relativ regelmäßig die Fortschritte auf Facebook) und da war der Tenor das nicht einmal die ersten Schritte wie bei mir funktioniert haben. Das hat mich erstaunt, weil ich wüsste nicht was ich nun speziell angestellt habe, außer der Anleitung zu folgen das man die Samen bevor man sie einpflanzt erst 2 Tage wässern soll. Für mich stellt sich das ganze als unkompliziert dar (bis jetzt).

Worüber ich nachdenke ist mir ein Gewächshaus zu bauen, damit ich auch im Winter auf der sicheren Seite bin, falls die Anpflanzung komplett in der Natur in die Hose gehen sollte.
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Enzian » Samstag 15. April 2017, 08:06

Hallo Urukai und Interessenten am Obstanbau in Uruguay !!

Seit Anfang März bin ich wieder in Deutschland , mit unterschiedlichen Emotionen und Erwartungen . Wie angekündigt ein kurzer Bericht über den Obstanbau in Uruguay , der keine Vollständigkeit in Anspruch nehmen sollte . Es sind meine subjektiven Gedanken , Erfahrungen und Sichtweiten über die "Vielfalt" des Obstanbaues hier in Uy .
Um einen einigermaßen objektiven Überblick zu bekommen wie sich der Obstanbau in Uruguay entwickelt hat , sollte und muss man Vergleiche und Gegenüberstellungen zulassen , die im Verhältnis zu Deutschland und Europa stehen .
Grundvoraussetzungen für bestimmte Obstarten- und Sorten ist natürlich das Klima , was die entscheidende Grundlage für das Gedeihen , Fruchten und die Entwicklung von Früchten beeinflusst .
Eine klimatische Parallele wären in Europa vielleicht Süditalien , Teile Spaniens und Portugals .
Nach meinen Recherchen erstreckt sich das Obstanbaugebiet in Uy in folgenden Departementos / Landesbezirken , deren Böden und Temperaturen einen Apfel - und Birnenanbau zulassen . Das wären die Gebiete um Colonia , San José , Florida , Canelones und die peripheren Gebiete um Montevideo. Nach meinen Feststellungen ist die Vielfalt von Kernobst ( Äpfel und Birnen ) nicht groß und sehr eingeschränkt . Steinobst , wie Süß- und Sauerkirschen sind nicht vorhanden , da das Klima , vor allem im Winter, für diese Obstarten zu warm ist . Zur Zeit wird verstärkt die Produktion von Beerenobst - im Besonderen Kulturheidelbeeren - angekurbelt , das auch als Exportprodukt gehandelt wird und entsprechende lukrative Einnahmen verspricht . Allerdings werden diese Kulturheidelbeeren fast ausschließlich industriell verarbeitet , und kommen nur in Uy als frische Produkt auf den Markt . Desweiteren wird verstärkt der Olivenanbau forciert ( ist eine Obstart ) , die auch ausschließlich in die industrielle Verarbeitung gehen . Zitrusfrüchte gedeihen in Uy auch ohne großes Zutun und Kenntnisse sehr gut ! Der Weinanbau ist in den letzten 200 Jahren historischen gewachsen , was vor allem den italienischen Einwanderern zu verdanken war.
Mich interessierte vor allem der Kern- und Steinobstanbau im Vergleich mit Deutschland . Es gibt aber keine große Sortenvielfalt was Apfel- und Birnensorten betreffen im Vergleich . Was ich an Apfelsorten feststellte wären die Sorten , Red Delisious , Granny Smith und einige Gala Mutanten , sowie Delbarestivale ( sollte ich diese Sommersorte richtig erkannt haben ) . Eine Birnensorte ( Williams Christ ) war permanent vorhanden ! Moderne Anbausysteme wie in D sind nur phasenweise zu erkennen . Reihen- und Baumabstände waren größer als unsere Intensivanlagen . Baumschnitt war sehr großzügig und nicht unbedingt auf viel Fruchtholz angelegt ( Unprofessionalität ) . Bewässerungen waren zum Teil bei neu angepflanzten Anlagen vorhanden . Es gab viele Extensivanlagen die einen -pflegetechnisch - sehr schlechten Zustand hatten. Allgemein waren die Obstanbaufläschen sehr klein gehalten , um , so glaube ich , eine Überproduktion zu vermeiden , da viel Obst ( zum Teil besseres ) aus Argentinien importiert wird . Als Schädlinge im Kernobstanbau muss ich vor allem den Vogelfrass und Pilzbefall bezeichnen .
Fazit , Obstanbau ist kein Wirtschaftsfaktor in Uruguay und wird induviduell betrieben. Das zeigt eine kleine Episode die ich durch Zufall in La Paloma erlebte. Einen Makler , den ich dort kennenlernte , entpuppte sich als ehemaliger Mitarbeiter eines Obstbau Institutes !? Diese Tätigkeit war unterbezahlt und es zog ihn leider in eine andere , lukrativere Tätigkeit .
Habt ihr andere Erkenntnisse , so teilt mir diese mit !!

HG nach Uruguay - ein Land mit vielen Facetten , Widersprüchen - von Gerhard

PS: .....drei Dinge die ich nach insgesamt 7 Monaten Aufenthalt in Uy mit nach Deutschland nahm : Sicherheit , Innerlische Ruhe , und das Wissen von einem toleranten , friedlichen und liberalen Volk .
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon monika » Samstag 18. November 2017, 18:46

UP-DATE

Nachdem wir nun schon den zweiten Sommer hier sind (im Winter ziehen wir nach Europa) haben wir einiges in Erfahrung gebracht. Die Landwirtschafts-Idee haben wir verworfen - der Ankauf von Land ist viel zu teuer, das kann nur ein Hobby sein (und wir wollten zumindest teilweise davon leben) statt dessen haben wir uns für ein Investment in Wohnimmobilien in Montevideo entschieden. Klingt zwar weniger aufregend und erfüllt nicht unseren Anspuch, dass wir was Neues machen wollten, aber es ernährt uns besser und ist weniger Risiko.
Das angesprochene Inflationsthema konnten wir nicht nicht so dramatisch beobachten.
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Mandred93 » Dienstag 11. September 2018, 18:01

dass was ich sehen konnte war schon sehr informativ !!
Sind dir kleinere Obstplantagen bekannt die nicht mehr bewirtschaftet oder zum Kauf angeboten werden ??
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Mandred93 » Mittwoch 28. November 2018, 15:39

Hast du Kenntnis von Baumschulen ??
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Re: Obstanbau in Uruguay

Neuer Beitragvon Mandred93 » Donnerstag 17. Januar 2019, 15:56

hängt vom Fluss ab). Die meisten Obst- und Gemüsebauern haben einen Brunnen, wenn sie weit weg von Flüssen sind, um ihre Ernte zu fördern.
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