Neues auf der anderen Seite des Rio de la Plata

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Neuer Beitragvon ATA » Dienstag 11. Januar 2011, 16:20

Wer von Uruguay mal kurz über den Rio de la Plata nach Buenos Aires will, sollte sich mit entsprechendem Kleingeld eindecken.
Argentinien hat kaum mehr Bargeld. Viele Geldautomaten funktionieren nur teilweise, bzw. geben kein Geld heraus. Dies gilt besonders für den 100 Peso Schein.
Vor der argentinischen Zentralbank Banco Central demonstrieren wütende Menschen.
Die schon seid ca.3 Jahren grasierende Geldknappheit begründen die Sprecher der Banco Central mit technischen Schwierigkeiten. Die Regierung Christina Fernandez de Kirchner kommt unter Druck. Gestern, am Montag, lieferten Druckereien aus Brasilien annähernd 5 Milliarden Pesos nach Buenos Aires. Das Problem liegt, so die argentinische Opposition, auch am 100 Peso Scheine als max. Geldschein (etwa 20€!)
Die Nachfrage von Kleingeld durch die momentane Urlaubszeit ist besonders groß. Aber auch die lt. Internationalem Währungsfond 10%ige Inflation 2010 ist ursächlich, während das argentinische Institut Ecolatina sogar von 25% Inflation spricht. Daher soll Präsidentin Kirchner, so wirft der Abgeordnete Alfonso Prat Gay ihr vor, die Inflationsraten zu vertuschen, indem sie sich weigert höherwertige Geldscheine auszugeben.

Geldknappheit in Argentinien bedeutet:
keine Auszahlung von Löhnen, keine Bareinzahlung von Strom- und Wasserrechnungen möglich. (Bareinzahlung ist der Normalfall) Wichtig ist daher die Zahlungsfristen zu verlängern.
Lt Tageszeitung La Nacion konnten bei einem Bahnunternehmen die Passagiere sogar umsonst fahren, weil das Bahnpersonal kein Wechselgeld hatte. Erinnern kann man sich noch an die Zeiten 2009, als in Buenos Aires Geschäftsinhaber statt Wechselgeld in Münzen und Scheinen einfach Süßigkeiten ausgegeben mußten.
Das freute Kindern und Zahnärzten. ;)
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ATA
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