Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

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Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon starlight » Mittwoch 22. März 2017, 01:40

Hallo,

in einem Gespräch, daß ich heute führen mußte, wurde mir angedeutet, es gebe im uruguayischen Arbeitsrecht einiges, was mir nicht gefallen könnte. Mein Gegenüber wollte mir aber bedauerlicherweise nicht erläutern, was diese Punkte seien.

Ich habe jetzt erst einmal in eine kurze Zusammenfassung zum uruguayischen Arbeitsrecht auf http://www.uruguayxxi.gub.uy/guide/desc ... 0Guide.pdf geschaut - ich kann da nichts - allerdings werden da auch nicht alle Fälle (so etwa sicherlich für manchen Ausländer hier nicht uninteressante Zeitarbeitsverträge) aufgeführt - entdecken, was (soweit man einen Vertrag haben sollte, mit dem man als solchem Leben kann) so überraschend wäre, daß es eine solch dunkle Andeutung rechtfertigen könnte.

Gibt es denn irgendeinen Punkt im uruguayischen Recht, der so überraschend und unangenehm ist, daß man ihn besser kennen sollte? Natürlich bitte ich nicht um Rechtsberatung - nur um eine generelle Antwort aus Euerem allgemeinen Wissen heraus.

(Und gibt es eigentlich empfehlenswerte Online-Zusammenfassungen zum uruguayischen Arbeitsrechtsrecht, so daß ich nicht erst alle Einzelregelungen ausfindig machen, und sie am Ende auch noch auf Spanisch lesen müßte, wenn ich Klarheit wollte?)

Gegebenenfalls schon einmal danke, und in jedem Falle viele Grüße.
starlight
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Mittwoch 22. März 2017, 03:10

Hallo Starlight,

leider sind Deine Angaben zu unklar. Du erwähnst nicht genau worüber gesprochen wurde. An sich ist dies uninteressant, auch weil sicherlich Du Deine Absichten nicht erläutern möchtest. Auf jeden Fall ist dies ein Thema welches Du mit einem einheimischen Anwalt besprechen solltest, der auch die Erfahrung und das Studium dafür hat.

Ich bin einheimisch und 61 Jahre alt und kenne mich ganz gut aus, aber ich bin kein Anwalt, obwohl ich viel Erfahrung habe als Arbeitnehmer und als Arbeitgeber.

Grüsse,
Peter Stross
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon starlight » Mittwoch 22. März 2017, 03:38

Hallo Peter,

ja, zum Hintergrund ist hier nichts zu sagen, er wäre aber auch nicht zwingend aufschlußreich, da die Andeutung ganz allgemeiner Art war. Ich wollte einfach nur wissen, ob es allgemein beim Durchlesen der uruguayischen Arbeitsrechtsregelungen bei einem Deutschen zu Schockmomenten kommen würde. (Danke für den Tip mit dem Anwalt; derzeit ist das zum Glück nicht erforderlich, denke ich, mich hat nur diese Aussage nachdenklich werden lassen, so daß ich mich frage, was gemeint sein könnte. Die betreffende Person kann ich umständehalber danach aber nicht noch einmal fragen, pardon für die Abstraktheit.)

Ein Beispiel - das ist aber jetzt nicht auf Uruguay bezogen, ich nenne es nur als so einen Schockmoment bei Betrachtung der Regelungen in einem fremden Land - wäre z. B. die anscheinende Regelung in Indonesien, daß der Arbeitgeber einem die Ausreise genehmigen muß. Es kann anscheinend (habe ich nur in veraschiedenen Foren vor einiger Zeit einmal gelesen) dazu kommen, daß man dort zum Flughafen kommt und dann nicht ausreisen darf, weil man keine dies erlaubende Papiere vom Arbeitgeber bekommen hat.

Das wird, nehme ich denn einmal an, gewiß so nicht in Uruguay sein, aber vielleicht gibt es andere Schockmomente, an die man als unbefangener Deutscher überhaupt nicht denkt, weil es so etwas in Deutschland eben nicht einmal gibt, weil es komplett anders geregelt ist o. ä.

Wenn Dir aus Deiner langen Erfahrung hier jetzt nichts einfällt, wo man aus Arbeitnehmersicht sofort sagen würde "ach Du Schreck" oder "das muß man aber wissen", ehm... "hätte man aber besser gewußt", bevor man hier anfängt, dann nehme ich einmal an und hoffe, daß die Äußerung eher nur ein Seitenhieb (war keine Drohung, nur Seitenhieb, daher ist auch aktuell kein Anwalt nötig - aber vielen Dank für den Hinweis!) aus der Situation des Gesprächs heraus war.

Herzliche Grüße
Starlight
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Dienstag 21. November 2017, 15:26

Es gibt in ganz Südamerika solche Regelungen kann ich dir nur sagen. Ist aber weniger eine Sache des Arbeitgebers sondern eher der Immigrationsbehörden. Je nach deinem Visatyp wird man dich nicht aus dem Land lassen, wenn dein Arbeitgeber nicht die entsprechenden Papiere für dich unterschreibt. Jetzt stell dir das Erpressungspotential des Arbeitgebers vor... Ich weiß das jetzt nicht speziell für Uruguay, nur wie gesagt benachbarte Länder haben solche Regelungen. Und ich vermute Uruguay auch.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Dienstag 21. November 2017, 17:44

Hallo binschonweg,

bitte keinen AQuatsch faseln mit Aisreiseverbot. Echt Du spinnst.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Mittwoch 22. November 2017, 05:24

@antaresuy: solche Regelung gibt es 100% in Peru und Ecuador. Wie gesagt so was gibt es. Ausreiseverbot wenn Du arbeitest und die Firma die entsprechenden Formulare nicht unterschreibt. Auch Vorsicht bei Kindern: reist man alleine mit seinem Kind, ist immer die notarielle Erlaubnis des anderen Elternteils erforderlich sonst darf man nicht ausreisen, auch in Uruguay nicht.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Mittwoch 22. November 2017, 12:24

Hallo Binshonweg,

dies ist ein Uruguay-Forum und was in Peri oder Ecuador geschehen könnte sollte hier ohne gefragt zu sein, nicht erwähnt werden. Du solltest vielleicht erwähnen, dass nachdem man den Aufenthaltsgenehmigungsantrag demacht hat und bis zur Genehmigung, vor einer Ausreise man eine Wiedereinreiseerlaubnis im Einwanderamt erkaufen muss, denn so ist es in Uruguay.

Mit den Minderjährigen die (mit der Familie) eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, wird genause gehandelt wie mit uruguayischen Minderjährigen. Warum es anders ist als in Deutschland ist auch einfach zu erklären. Ich habe deutsche Staatsbürgerschaft und habe für meine Kinder wie sie minderjährig waren den Pass in der Botschaft beantragt und nur ich (nicht meine uruguayische Frau) unterschrieb die Papiere. Damit in Uruguay ein Minderjähriger einen Pass bekommt, müssen beide Elternteile die Papiere unterschreiben, da der Pass eine Ausreisegenehmigung beinhaltet, sei es mit beiden Eltern, nur mit einen der Beiden oder allein. Wenn uruguayische Minderjährige ins Ausland mit nur einem der Eltern oder allein reisen, möchte das Amt sicher sein dass beide Elternteile (falls kein Pass existiert, da dieser die Genehmigung schon beinhaltet) einverstanden sind. Es ist keine Nörgelei gegen Ausländer sondern das Einhalten der einheimischen Gesetze.

Meine Frau reiste während der Winterferien immer eine Woche nach Buenos Aires und nahm dioe Kinder mit. Ich musste jedes Jahr solang sie minderjährig waren aufs Amt um diese Reiseerlaubnis zu unterschreiben, weil sie keine uruguayischen Pässe hatte sondern Deuitsche und man nach uruguayischem Recht handeln musste, musste ich auch die selbe Ausreiseerlaubnis im Einwanderamt für meine in Uruguay geborenen Kinder (und deshalb Uruguayer) beantragen die bei Ausländern beantragt wird.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Mittwoch 22. November 2017, 15:56

antaresuy hat geschrieben:Hallo Binshonweg,

dies ist ein Uruguay-Forum und was in Peri oder Ecuador geschehen könnte sollte hier ohne gefragt zu sein, nicht erwähnt werden. Du solltest vielleicht erwähnen, dass nachdem man den Aufenthaltsgenehmigungsantrag demacht hat und bis zur Genehmigung, vor einer Ausreise man eine Wiedereinreiseerlaubnis im Einwanderamt erkaufen muss, denn so ist es in Uruguay....
Gruss,


na dann bin ich ja beruhigt... ganz sicher, daß kein Dokument notwendig ist, wenn man z.b. Angestellter bei einer UY Firma ist?

Deine Info mit den Kindern ist nicht ganz korrekt: die Genehmigung ist immer notwendig, egal mit welchem Pass die Kinder reisen, sobald sie länger als 365 Tage in Uruguay gewesen sind (und nur ein Elternteil mitreist).

Eventuell gibt es Regelungen in UY die zwar da sind, aber in der Praxis nicht angewendet werden. Vielleicht wurde bisher keiner nach einem Papier vom Arbeitgeber gefragt aber es steht was im Gesetz. Ich sage nur: immer selber prüfen und vorsichtig sein, denn es gibt überall komische Regeln.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Mittwoch 22. November 2017, 18:37

Ich werde mich auf sinnlose Diskussionen wie die Regelungen mit Pässen sind. Als Deutscher weisst Du es sicherlich besser als ich, der in Uruguay geboren ist und praktisch mein ganzes Leben in Uruguay verbrachte. Auch habe ich ein paar Jahre als Einwanderungshelfer gearbeitet und bin vollkommen ein Laie, bitte belehre mich.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Donnerstag 23. November 2017, 04:44

https://tramites.gub.uy/ampliados?id=261

soll ich es dir auch übersetzen? :D
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Donnerstag 23. November 2017, 12:08

Ein Minderjähriger mit uruguayischem Pass braucht KEIN Permiso de Menor. Aber Du weisst es besser.
Ein Minderjähriger in Uruguay bekommt nur einen Pass wenn beide Elternteile (oder mit gerichtlichem Entschluss das Elternteil mit Vormundsrecht) den Pass unterschreiben und somit die Ausreiseerlaubnis geben.

Wie ich bemerke hast Du es selber nicht gelesen, also bitte übersetze alles was in diesem Link steht und veröffentliche es hier im Foruma ganz besonders fogenden Text:

"Con pasaporte común uruguayo, que expide la Dirección Nacional de Identificación Civil a su portador lo habilita a viajar a cualquier país del mundo, con la única limitación de la exigencia de visa consular, si el país de destino lo exige.

Con pasaporte Diplomático, pasaporte Oficial o Título de Identidad y de Viaje uruguayo. Estos documentos expedidos por el Ministerio de Relaciones Exteriores -Departamento de Documentación de Viaje-, cuando un menor uruguayo los gestiona, es requisito imprescindible la autorización expresa de sus padres. Por lo tanto, cualquiera de estos documentos de viaje lo habilitan a egresar del país sin necesidad de presentar Permiso de Menor al Inspector de Migración."

Oder vielleicht sind Deine Spanischkenntnisse nicht ausreichend. Soll ich es Dir übersetzen?

Das steht im Link welches Du gepostet hast.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Donnerstag 23. November 2017, 16:15

Der ganze Thread bezieht sich doch auf Ausländer... was interessiert es einen Einwanderer aus D, ob ein Kind mit UY Pass ohne PM ausreisen darf? Wann bekommt ein deutsches Kind einen UY Pass? Nach Gesetz sieht es also so aus, als ob ein deutsches Kind nach 1 Jahr (oder immer dann wenn die Behörden glauben es residiert in UY) eine PM braucht, um auszureisen.

Ist daran für dich irgendetwas nicht klar?

Das ganze war nur ein Beispiel, was es für komische Gesetze gibt.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon antaresuy » Donnerstag 23. November 2017, 17:24

Für Dich war es nicht klar wie die Bestimmungen des Landes sind, da Du meine Aussagen als Unwahrheiten darstelltest und als Beweis hast Du ein Link gepostet, welcher meine Aussagen bestätigte. Ich habe von Anfang an gesagt dass dies nur gültig sei für Ausländer (und habe auch den Grund gegeben) und für Einheimische ohne Pass.

Deine Ausrede jetzt ist nur die Bestätigung dass ich recht hatte und Du selber nicht die Anweisungen im geposteten Link nicht komplett durchgelesen hast.
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Re: Gibt es Problempunkte im uruguasichen Arbeitsrecht?

Neuer Beitragvon binschonweg » Donnerstag 23. November 2017, 21:23

antaresuy hat geschrieben:Für Dich war es nicht klar wie die Bestimmungen des Landes sind, da Du meine Aussagen als Unwahrheiten darstelltest und als Beweis hast Du ein Link gepostet, welcher meine Aussagen bestätigte. Ich habe von Anfang an gesagt dass dies nur gültig sei für Ausländer (und habe auch den Grund gegeben) und für Einheimische ohne Pass.

Deine Ausrede jetzt ist nur die Bestätigung dass ich recht hatte und Du selber nicht die Anweisungen im geposteten Link nicht komplett durchgelesen hast.


neee, Du hast eben gar nichts gesagt. Nur daß der Pass die Ausreisegenehmigung beinhalten würde - aber WELCHER Pass? Hier fragt doch ein Ausländer nach Besonderheiten in den uruguayschen Gesetzen und ich zeige ihm einen Beispiel. Daß ein UY Pass zur Ausreise berechtigt, interessiert doch erstmal keinen Ausländer in UY. Er und seine Kinder haben keinen UY Pass...

Alles was ich ausgeführt habe, bezog sich auf die Anfrage des Threaderöffners, der wohl Ausländer in UY ist. Ihn interessiert es nicht, wie es für ihn in 5 Jahren aussehen wird, falls er irgendwann den UY Pass bekommen soll.

Und ob es keine Besonderheiten im Arbeitsrecht in Bezug auf Ausländer gibt, dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Ich ERWARTE sogar jede Menge Besonderheiten.
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