Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Dienstag 11. Januar 2011, 22:49

Hallo Manfred,

Dennoch finde ich, daß man Adressen hier nicht "so einfach" veröffentlichen sollte.


Es ist weder Adresse noch Telefonnummer genannt worden und wenn man im Telefonbuch nachschlägt, sind die Linien nicht auf seinem Namen. Ich schicke nun alle meine Kunden schon seit über 3 Jahren zu ihm.

Gruss,
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Wieder ein bischen mehr am Schräubchen gedreht...

Neuer Beitragvon =MaBu= » Montag 24. Januar 2011, 19:26

Hola Leute!

Heute war ich wieder in der Einwanderungsbehörde, um für Einwanderer von mir den benötigten "Schein" für's Paßamt für die Cédula-Verlängerung zu holen. Doch anders als bisher reichte die Vorlage der Cédulas der Betreffenden nicht mehr aus. "Die Leute müssen persönlich hier vorsprechen", hieß es. "Eine neue Verordnung."

Also zurück zum Hotel, die Leute in's Auto geladen und wieder zurück zur Migración. Und wieder Nümmerchen ziehen und warten.

Bisher war dafür die persönliche Anwesenheit der Leute nicht notwendig. Man mußte nur ihre Ausweise vorlegen.

Saludos, Manfred
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Re: Dreijahresfrist kein Papiertiger!

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 13. Februar 2011, 23:19

Hallo Manfred,
=MaBu= hat geschrieben:Hola Leute!

Die Frist von drei Jahren, die man nicht außer Landes sein darf, wenn man seine Aufenthaltsgenehmigung für Uruguay nicht verlieren will, ist kein Papiertiger. Gestern war ich mit einem Kandidaten in der Migration, der seine Cédula verlängern lassen will. Er war das letzte Mal von März bis April 2008 hier, nachweisbar durch entsprechende Stempel in seinem Reisepaß. So weit, so gut.

Doch als wir dann drankamen und der Funktionär die Cédulanummer des Menschen in seinen Computer eingab, ging der Daumen nach unten. "Ich kann Ihnen das Papier für die Cédulaverlängerung nicht geben, da Sie schon länger als drei Jahre nicht im Land waren", beschied er. "Warum?", fragten wir perplex, "da ist doch der Ausreisestempel vom April 2008, und hier der Einreisestempel vom März." Wir zeigten sie ihm. "Aha", sagte der Funcionario, "aber ich muß mich nach dem richten, was ich in meinem Computer habe. Und da erscheint das nicht. Leider kann ich nichts für Sie tun."

"Wird das mit der Drei-Jahresfrist denn so strikt gehandhabt?", fragte ich. "Dann laufen ja einige Leute Gefahr ihre Aufenthaltsberechtigung zu verlieren." "Richtig!", meinte er lapidar, "und etliche haben sie auch schon verloren." ...

Für diesen konkreten Menschen gab er uns dann noch einen Rat, wie sein Problem gelöst werden kann, denn er war ja innerhalb der Drei-Jahresspanne zuletzt hier.

Saludos, Manfred

Das hat mich zum stutzen gebracht und bin die DNM gegangen und habe mich über diese Aussage erkundigt. Da sagte mir man, dass der Residente wenigstens einmal im Jahr in Uruguay aufkreuzen muss um die residencia zu behalten und natürlich vor Ablauf der Cédula diese erneuern.

Diers teilte ich Eichin mit und er an seine Kunden. Gestern bekomme ich von Eichin eine Mail, dass Du diese Aussage widersprochen hast. Du musst ganz deutlich bei Deinen Aussagen im Forum sein. Du weisst, dass die Beamten in der DNM ofy nicht denken oder nachfragen, wenn man kompliziertere Fragen stellen und man das als gültig nehmen muss, was die sagen.

Korrigiere Dich bitte entweder im Forum oder bei Eichin. Dass man die Cédula immer vor Verfall erneuern musste, dass war ja schon immer und wenn dies der Fall von Deinem Kunden war, hast Du dies nicht geäussert, sondern alle im Glauben gelassen, dass man sich nicht mehr fast 3 Jahre ausserhalb des Landes aufhalten kann um die residencia zu behalten.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Cheetah » Sonntag 13. Februar 2011, 23:28

Hmmmmmmm Peter,

also ich komme da nun nicht ganz mit. Kann man nun 3 Jahre ausser Landes bleiben oder nicht? Ist leider etwas verwirrend geschrieben.
Also bis 3 Jahre ausser Landes oder jedes Jahr wenigstens einmal im Land sein (binnen eines Jahres)?

Naja, mich betrifft es nicht, aber es waere interessant zu wissen was nun richtig ist.

LG
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 13. Februar 2011, 23:45

Hallo,

dies ist ja etwas, was ich ja Manfred direkt frage. Im Einwanderamt muss man schon höhere plazierte Beamten zur Frage stellen um eine halbwegs gültige Antwort zu bekommen und die sind nicht immer erreichbar. Also muss man sich mit den Antworten von den kleinen begnügen und erwarten, dass diese dann stimmen.

Manfred ist halt der, der dieses Thema auf den Tisch gebracht hat und er sollte es nun genauer erklären.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Cheetah » Sonntag 13. Februar 2011, 23:54

Puh, bin froh ueber diese gestellte Frage, denn mir fiel gerade siedend heiss ein, dass ich vor Juni meine Cedula wieder verlaengern lassen muss :o Die Zeit vergeht aber auch wie im Flug.

LG
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Re: Dreijahresfrist kein Papiertiger!

Neuer Beitragvon =MaBu= » Montag 14. Februar 2011, 02:21

Hola Peter und alle!

antaresuy hat geschrieben:Hallo Manfred, ...
Das hat mich zum stutzen gebracht und bin die DNM gegangen und habe mich über diese Aussage erkundigt. Da sagte mir man, dass der Residente wenigstens einmal im Jahr in Uruguay aufkreuzen muss um die residencia zu behalten und natürlich vor Ablauf der Cédula diese erneuern.


Das mag die Theorie sein, aber nicht die Praxis. Ich hatte erst letzten Monat wieder mehrere Leute, die alle fast drei Jahre am Stück außer Landes gewesen waren. Allen wurden die Cédulas erneuert, und selbstverständlich gab es keine Probleme mit ihren Aufenthaltsgenehmigungen.

Das Problem des Mannes, über das ich geschrieben hatte, war nicht gewesen, daß er die Dreijahresfrist überschritten gehabt hätte, sondern daß seine letzte Ein- und Ausreise nicht im Computer der Einwanderungsbehörde erschien (wohl aber in den Paß eingestempelt war). Dieses Problem wurde gelöst. Und übrigens: Seine Cédula war megamäßig abgelaufen gewesen. Trotzdem bekam er eine neue. Das einzig Entscheidende ist, daß man unterhalb der Dreijahresfist bleibt.

antaresuy hat geschrieben:Diers teilte ich Eichin mit und er an seine Kunden. Gestern bekomme ich von Eichin eine Mail, dass Du diese Aussage widersprochen hast.


Ich war mehrmals in der letzten Zeit bei Eichin, und wir haben über Firmengründungen, Bankkonten, Einkommenszertifikate, Steuerfragen und alles Mögliche geredet, aber nicht über Cédulafristen. Wenn über dieses Thema ein Wort gefallen sein sollte, dann in einem Nebensatz. Zu diesem Thema gilt, was ich geschrieben habe. Das ist die Praxis.

antaresuy hat geschrieben:Du musst ganz deutlich bei Deinen Aussagen im Forum sein.


Das bin ich, lieber Peter. Zumindest versuch' ich mein Bestes. ;)

antaresuy hat geschrieben:Du weisst, dass die Beamten in der DNM ofy nicht denken oder nachfragen, wenn man kompliziertere Fragen stellen und man das als gültig nehmen muss, was die sagen.


Die Praxis entscheidet und wie die Vorgesetzten die Dinge auslegen, nicht was irgendein Funcionario daher labert. Siehe das von mir geschilderte Beispiel des Mannes, dessen letzte Ein- unbd Ausreise nicht im Computer auftauchte, weswegen ein Funcionario ihm nicht den für die Cédulaverlängerung benötigten Schein ausstellen wollte. Der mußte sich dann von höherer Ebene, aus der Rechtsabteilung, erklären lassen, was Sache ist, und war am nächsten Tag sooo klein mit Hut! ;)

antaresuy hat geschrieben:Korrigiere Dich bitte entweder im Forum oder bei Eichin.


Es gibt nichts zu korrigieren. Außerdem stelle ich ja hier gerade wieder einmal die Dinge dar, wie sie sind. Auch mit Eichin werde ich bei nächster Gelegenheit reden, um eventuell bei ihm entstandene Unklarheiten auszuräumen, die bestimmt nicht ich ihm in den Kopf gesetzt habe.

antaresuy hat geschrieben:Dass man die Cédula immer vor Verfall erneuern musste, dass war ja schon immer


Falsch! Es sind hier schon viele Leute mit abgelaufenen Cédulas angekommen, und alle haben sie erneuert bekommen. Man muß klar unterscheiden zwischen der Aufenthaltsgenehmigung als solcher und der Cédula. Die Aufenthaltsgenehmigung (Residencia) kann entzogen werden, wenn man länger als drei Jahre am Stück außer Landes ist (oder wenn man in Uruguay kriminell wird oder wenn sich herausstellt, daß man die Aufenthaltsgenehmigung mit gefälschten Unterlagen oder durch Bestechung erschlichen hat).

Eine Cédula ist schlicht und einfach ein Personalausweis. Den bekommt man doch nicht "entzogen", nur weil er abgelaufen ist, weder in Uruguay noch in Deutschland noch anderswo.

antaresuy hat geschrieben:und wenn dies der Fall von Deinem Kunden war, hast Du dies nicht geäussert,


Das war nicht das Problem meines Kunden, wie bereits mehrfach geschildert - obwohl es bei ihm der Fall war, daß seine Cédula seit fast zwei Jahren abgelaufen war. Er hatte bislang nur die "Einjährige" gehabt, und trotzdem bekam er deswegen keine Probleme und hat jetzt die "Dreijährige" erhalten, über die er ganz happy ist.

antaresuy hat geschrieben:sondern alle im Glauben gelassen, dass man sich nicht mehr fast 3 Jahre ausserhalb des Landes aufhalten kann um die residencia zu behalten.


Jetzt widersprichst Du Dir selbst. Du hast doch behauptet, daß man...

antaresuy hat geschrieben:...wenigstens einmal im Jahr in Uruguay aufkreuzen muss um die residencia zu behalten und natürlich vor Ablauf der Cédula diese erneuern.


Ich habe so etwas niemals geäußert. Das widerspricht jeglichen Fakten und geltenden Regeln - zumindest bis einschließlich 31. Januar 2011.

Daß sich das allerdings in Zukunft ändern wird, und daß die Einwanderungsbehörde in Bälde verlangen wird, daß Einwanderungsinteressenten auch tatsächlich in Uruguay wohnen, und daß sie entsprechende Nachweise fordern wird, davon bin ich fest überzeugt.

Saludos, Manfred
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Änderungen des Prozedere

Neuer Beitragvon =MaBu= » Donnerstag 14. April 2011, 00:30

Hola Leute!

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal irgendwo hier gepostet habe, aber seit dem 24. November 2010 müssen Einwanderer, die einen Helfer beauftragen, in Gegenwart eines uruguayischen Notars eine diesbezügliche Vollmacht (span. "Carta Poder") unterzeichnen. Ohne eine solche Vollmacht kann der EWH nichts mehr machen. Er kann z.B. auch keinen Termin mehr vorab in der Einwanderungsbehörde von Montevideo besorgen.

Das Problem ist, daß es dort Wartezeiten von bis zu drei Monaten gibt, was mit dem Zeitschema so manches Einwanderungskandidaten in Konflikt kommt, der erst einmal nur für kurze Zeit herkommen, seinen Antrag auf Erteilung einer Daueraufenthaltsgenehmigung stellen und dann wieder abreisen will.

Aus diesem Grund sind viele Einwanderer und EWHs in der letzten Zeit dazu übergegangen, die Einwanderungsanträge bei einem der Migrationsämter im Landesinneren einzureichen, bevorzugt in Maldonado und Colonia, wo man bis jetzt noch keine Termine braucht. Es war jedoch absehbar, daß diesbezüglich seitens der Behörde bald etwas geschehen würde, denn eine solche sprunghafte Zunahme der Antragstellungen in Maldonado usw. mußte ja auffallen.

Und das ist nun passiert. Heute sah ich in der Migración von Montevideo ein Schild mit der Aufschrift: "Erkundigungen nach Anträgen, die im Landesinneren gestellt wurden, können ab 2. Mai 2011 nur noch jeweils in dem Büro eingezogen werden, in dem der entsprechende Antrag gestellt wurde."

Das verkompliziert die Sache. Bisher konnten Anträge im Landesinneren eingereicht und dann in Montevideo weiter verfolgt werden. In Zukunft wird man immer reisen müssen, was den Zeitaufwand und die Auslagen deutlich erhöhen wird...

Saludos, Manfred
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Hormiga47 » Donnerstag 14. April 2011, 01:33

Manfred:
Aus diesem Grund sind viele Einwanderer und EWHs in der letzten Zeit dazu übergegangen, die Einwanderungsanträge bei einem der Migrationsämter im Landesinneren einzureichen, bevorzugt in Maldonado und Colonia, wo man bis jetzt noch keine Termine braucht. Es war jedoch absehbar, daß diesbezüglich seitens der Behörde bald etwas geschehen würde, denn eine solche sprunghafte Zunahme der Antragstellungen in Maldonado usw. mußte ja auffallen.


Kann man in Uruguay seine Migration eigentlich ueberall machen??
Ist die nicht ortsgebunden??
Ich frage nur so....,da in anderen Laendern die Migration gebietsaufgeteilt ist.
Also,wohnst du da--musst du da hin!!
Und in Israel gibt es nicht flaechendeckend Einwanderungsbehoerden.So mussen einige Leute ein paar hundert Km in Kauf nehmen,um dort hinzugelangen!!Ich unterhielt mich vor ca. einem Jahr einmal mit einer sehr genervten Neu-Einwanderin aus den USA ,die mir berichtete--sie muesse nachts um 3 !!!!! Uhr aufstehen,um einen Termin wahrzunehmen!!
Krass!!Aber ich habe auch schon mal 6 Std"s dort verbracht......
Gruss:Silvia
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Cheetah » Donnerstag 14. April 2011, 01:34

Darf ich mal ehrlich schreiben was ich denke?
Ich verstehe manche Leute nicht, die unbedingt die permanente Einwanderung in ein Land wollen und dann wieder abhauen! Entweder wandere ich aus und bin dann permanent erreichbar oder ich lasse es! Wenn ich vor Ort bin kann ich alleine oder mit dem EWH alle erforderlichen Behoerdenangelegenheiten erledigen.
Man muss einfach wissen was man will. Zumindest eine Reise im voraus in das Land der Wuensche sollte im finanziellen Budget drin sein, oder aber man soll es besser lassen wenn es die Finanzen nicht zulassen, das geht dann sowieso ins Auge! Liege ich da so falsch?

LG
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon =MaBu= » Donnerstag 14. April 2011, 13:49

Hola Ameise!

Hormiga47 hat geschrieben:Kann man in Uruguay seine Migration eigentlich ueberall machen??


In Montevideo kann man seinen Einwanderungsantrag für das ganze Land stellen, egal wo man seinen Wohnsitz in Uruguay hat. Im Landesinneren muß man eine Adresse in dem jeweiligen Departamento angeben.

Saludos, Manfred
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon =MaBu= » Donnerstag 14. April 2011, 13:50

Hola Rita!

Cheetah hat geschrieben:Liege ich da so falsch?


Überhaupt nicht!

Saludos, Manfred
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Re: Änderungen des Prozedere

Neuer Beitragvon =MaBu= » Donnerstag 21. April 2011, 17:05

Hola Leute!

=MaBu= hat geschrieben:Heute sah ich in der Migración von Montevideo ein Schild mit der Aufschrift: "Erkundigungen nach Anträgen, die im Landesinneren gestellt wurden, können ab 2. Mai 2011 nur noch jeweils in dem Büro eingezogen werden, in dem der entsprechende Antrag gestellt wurde."


Es geht weiter mit den Veränderungen der Konditionen für die Stellung von Einwanderungsanträgen. Am Dienstag war ich wieder mal in der Migración von Maldonado. Dort hing ein anderes Schild als in Montevideo: Ab 2. Mai 2011 müssen auch für Maldonado Termine beantragt werden für die Einreichung von Einwanderungsanträgen. Das war abzusehen, und das gilt wohl für die Migrationsbüros im ganzen Land. Nur kurz währten die glücklichen Zeiten, in denen man ohne einen Termin haben zu müssen einfach einen Antrag in Maldonado (oder Colonia oder...) einreichen und dessen Verlauf dann über Montevideo weiter verfolgen konnte.

Doch nicht nur das: Wenn man den Termin beantragt, muß man schon alle benötigten Unterlagen komplett haben, inklusive Übersetzungen und Legalisierungen, inklusive auch natürlich des notariellen Einkomenszertifikats, des Gesundheitszeugnisses und der notariellen Vollmacht. Alle Fristen beginnen also zwangsläufig schon vorher zu laufen. Der Beginn der Laufzeit kann nicht mehr auf den Tag der Antragstellung oder einen Tag vorher gelegt werden dadurch, daß der Notar erst an jenen Tagen die benötigten Schriftstücke ausstellt. Das betrifft vor allem die notarielle Vollmacht, die nach nur sechs Monaten von der Behörde nicht mehr anerkannt wird, und das notarielle Einkommenszertifikat.

Kleines Trostpflaster: Die Wartezeiten werden in Maldonado wohl noch für einige Zeit nicht so lang sein wie die im Migrationsbüro der Hauptstadt.

Dann gingen die Überraschungen weiter. Als ich sagte: "Ab 2. Mai müssen ja auch alle hier eingereichten Anträge hier weiter verfolgt werden. In Montevideo bekommt man dann keine Auskünfte mehr", blickte ich in bass erstaunte Gesichter. Die Migrations-Angestellten von Maldonado wußten das noch gar nicht! Sie erfuhren diese wichtige Änderung von mir... Ein dicker Hund!! Das läßt auf eine wunderbare Kommunikation zwischen der Zentrale in Monte und den Zweigstellen im Landesinneren schließen!

"Sind Sie sich da ganz sicher?!", fragte mich die Chef-Funcionaria von Maldonado ungläubig. "Ja, freilich!", erwiderte ich, "das steht doch fettgedruckt auf großen Aushängen in Montevideo." Darüber freuten sich die Leute in Maldonado gar nicht...

"Wie soll das denn funktionieren?", fragte ich. "Per E-mail?", bekam ich eher ratend als wissend zur Antwort. (Dieses magische, aber in diesem konkreten Kontext eher beunruhigende Wort, "E-mail", hatte ich auch in Montevideo vernommen...) Die Anträge werden ja physisch in Montevideo zentralisiert, und das soll auch weiterhin so bleiben. Zumindest ist nichts Gegenteiliges bekannt... "Oder per Telefon vielleicht?", fügte die Dame noch hinzu. "Aber es ist ja so schwierig mit denen zu reden..."

Na, das kann ja Eiter werden!

Weiter erschwerend kommt hinzu: Die Migrationsangestellten dürfen telefonisch keinerlei Auskünfte geben. "Ich darf Ihnen höchstens sagen, daß sich bei einem Antrag etwas verändert hat, aber nicht mehr", stellte die Dame bedauernd fest. Das heißt auf gut Deutsch: Man muß hinfahren und nachfragen, was los ist. Wenn man Glück hat, bekommt man die Antwort gleich. Wenn man Pech hat, muß erst mit der Zentrale in Montevideo noch etwas abgeklärt werden und man darf noch einmal hinfahren, um die Antwort schließlich zu erfahren. Dann muß man wieder nach Montevideo, um das Problem zu beheben (z.B. eine Aktualisierung des notariellen Einkommenszertifikats). Und dann darf man erneut nach Maldonado (oder Colonia oder...) fahren, um die aktualisierten Unterlagen einzureichen.

Das heißt im Klartext: Künftig werden mehrere 'Ausflüge' nach Maldonado fällig werden, um etwas zu erledigen, was man vorher durch einen oder zwei Gänge in Montevideo lösen konnte.

Eiter hoch drei!

Und wir sind noch nicht fertig hier. Wie ich ebenfalls erfuhr, war einer meiner Einwanderungskandidaten von der Migration in Maldonado "benachrichtigt" worden. "Ich habe nichts bekommen", sagte ich. "Wir haben angerufen", hieß es. "Bei welcher Nummer denn?", wollte ich wissen. Die Dame schaute in ihren Unterlagen nach und nannte, wie erwartet, meine Telefonnummer. "Ich habe aber keinen Anruf erhalten", beharrte ich. "Es war niemand zuhause", bekam ich zu hören. "Ja, und? Haben Sie dann nichts auf den Anrufbeantworter gesprochen?" "Das dürfen wir nicht. Und wir dürfen auch nur einmal anrufen."

Was soll man dazu sagen? Bürokratie-Eiter hoch zehn!

Saludos, Manfred
Zuletzt geändert von =MaBu= am Freitag 22. April 2011, 17:42, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Änderungen des Prozedere

Neuer Beitragvon ATA » Donnerstag 21. April 2011, 18:28

=MaBu= hat geschrieben:Hola Leute!

=MaBu= hat geschrieben:Heute sah ich in der Migración von Montevideo ein Schild mit der Aufschrift: "Erkundigungen nach Anträgen, die im Landesinneren gestellt wurden, können ab 2. Mai 2011 nur noch jeweils in dem Büro eingezogen werden, in dem der entsprechende Antrag gestellt wurde."


Es geht weiter mit den Veränderungen der Konditionen für die Stellung von Einwanderungsanträgen. Am Dienstag war ich wieder mal in der Migración von Maldonado. Dort hing ein anderes Schild als in Montevideo: Ab 2. Mai 2011 müssen auch für Maldonado Termine beantragt werden für die Einreichung von Einwanderungsanträgen. Das war abzusehen, und das gilt wohl für die Migrationsbüros im ganzen Land. Nur kurz währten die glücklichen Zeiten, in denen man ohne einen Termin haben zu müssen einfach einen Antrag in Maldonado (oder Colonia oder...) einreichen und dessen Verlauf dann von Montevideo aus weiter verfolgen konnte.

Doch nicht nur das: Wenn man den Termin beantragt, muß man schon alle benötigten Unterlagen komplett haben, inklusive Übersetzungen und Legalisierungen, inklusive auch natürlich des notariellen Einkomenszertifikats, des Gesundheitszeugnisses und der notariellen Vollmacht. Alle Fristen beginnen also zwangsläufig schon vorher zu laufen. Der Beginn der Laufzeit kann nicht mehr auf den Tag der Antragstellung oder einen Tag vorher gelegt werden dadurch, daß der Notar erst an diesen Tagen die benötigten Schriftstücke ausstellt. Das betrifft vor allem die notarielle Vollmacht, die nach nur sechs Monaten von der Behörde nicht mehr anerkannt wird, und das notarielle Einkommenszertifikat.

Kleines Trostpflaster: Die Wartezeiten werden in Maldonado wohl noch für einige Zeit nicht so lang sein wie die im Migrationsbüro der Hauptstadt.

Dann gingen die Überraschungen weiter. Als ich sagte: "Ab 2. Mai müssen ja auch alle hier eingereichten Anträge hier weiter verfolgt werden. In Montevideo bekommt man dann keine Auskünfte mehr", blickte ich in bass erstaunte Gesichter. Die Migrations-Angestellten von Maldonado wußten das noch gar nicht! Sie erfuhren diese wichtige Änderung von mir... Ein dicker Hund!! Das läßt auf eine wunderbare Kommunikation zwischen der Zentrale in Monte und den Zweigstellen im Landesinneren schließen!

"Sind Sie sich da ganz sicher?!", fragte mich die Chef-Funcionaria von Maldonado ungläubig. "Ja, freilich!", erwiderte ich, "das steht doch fettgedruckt auf großen Aushängen in Montevideo." Darüber freuten sich die Leute in Maldonado gar nicht...

"Wie soll das denn funktionieren?", fragte ich. "Per E-mail?", bekam ich eher ratend als wissend zur Antwort. Die Anträge werden ja physisch in Montevideo zentralisiert, und das soll auch weiterhin so bleiben. Zumindest ist nichts Gegenteiliges bekannt... "Oder per Telefon vielleicht?", fügte die Dame noch hinzu. "Aber es ist ja so schwierig mit denen zu reden..."

Na, das kann ja Eiter werden!

Weiter erschwerend kommt hinzu: Die Migrationsangestellten dürfen telefonisch keinerlei Auskünfte geben. "Ich darf Ihnen höchstens sagen, daß sich bei einem Antrag etwas verändert hat, aber nicht mehr", stellte die Dame bedauernd fest. Das heißt auf gut Deutsch: Man muß hinfahren und nachfragen, was los ist. Wenn man Glück hat, bekommt man die Antwort gleich. Wenn man Pech hat, muß erst mit der Zentrale in Montevideo noch etwas abgeklärt werden und man darf noch einmal hinfahren, um die Antwort schließlich zu erfahren. Dann muß man wieder nach Montevideo, um das Problem zu beheben (z.B. eine Aktualisierung des notariellen Einkommenszertifikats). Und dann darf man erneut nach Maldonado (oder Colonia oder...) fahren, um die aktuzalisierten Unterlagen einzureichen.

Das heißt im Klartext: Künftig werden mehrere 'Ausflüge' nach Maldonado fällig werden, um etwas zu erledigen, was man vorher durch einen oder zwei Gänge in Montevideo lösen konnte.

Eiter hoch drei!

Und wir sind noch nicht fertig hier. Wie ich ebenfalls erfuhr, war einer meiner Einwanderungskandidaten von der Migration in Maldonado "benachrichtigt" worden. "Ich habe nichts bekommen", sagte ich. "Wir haben angerufen", hieß es. "Bei welcher Nummer denn?", wollte ich wissen. Die Dame schaute in ihren Unterlagen nach und nannte meine Telefonnummer. "Ich habe aber keinen Anruf erhalten", beharrte ich. "Es war niemand zuhause", bekam ich zu hören. "Ja, und? Haben Sie dann nichts auf den Anrufbeantworter gesprochen?" "Das dürfen wir nicht. Und wir dürfen auch nur einmal anrufen."

Was soll man dazu sagen? Bürokratie-Eiter hoch zehn!

Saludos, Manfred

Sehe es doch mehr als Arbeitsplatzsicherung für Beamte und Angestellte. Oder will Uruguay nur noch reiche Argentinier ins Land lassen, Die kaufen z.Zt. wie verrückt Immobilien. Besonders im sauteuren Punta del Este. Da können die "ärmeren" deutschen oder europäischen Einwanderer finanziell nicht mithalten und werden somit unattraktiv.(?)
Leben und leben lassen!
ATA
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Cheetah » Samstag 23. April 2011, 01:37

Aber eigentlich mal Klartext Manfred.

Wenn jemand auswandern will, dann wandert er im Normalfall nicht kopflos aus. Er sollte auch die finanzielle Moeglichkeit haben sich das Land anzusehen, und zwar ganz in Ruhe. Dann kann er wiederkommen, erst einmal mieten und hier vor Ort alles noetige regeln bis der Container mit dem Hausrat nachkommt.
Es gibt eben keine Halbheiten - entweder ganz oder garnicht! Wer im Zweifel ist der sollte zuhause bleiben. Es macht keinen Sinn, dass man meint: Ich probiere es mal! Man sollte schon in der Lage sein, das vorher aufgrund finanzieller Mittel eingehend alles zu pruefen, damit man weiss was man will. Und Millionaer braucht man deshalb nicht zu sein. Das spart Zeit, unnoetigen Aerger und auch Geld. Insoweit verstehe ich die neuen Bestimmungen.

LG aus der im Moment gewitterfreien aber verregneten Sierra
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon =MaBu= » Samstag 23. April 2011, 17:18

Hola Rita!

Cheetah hat geschrieben:Wenn jemand auswandern will, dann wandert er im Normalfall nicht kopflos aus. Er sollte auch die finanzielle Moeglichkeit haben sich das Land anzusehen, und zwar ganz in Ruhe. Dann kann er wiederkommen, erst einmal mieten und hier vor Ort alles noetige regeln bis der Container mit dem Hausrat nachkommt. ...

Insoweit verstehe ich die neuen Bestimmungen.


Ich stimme Dir vollkommen zu, und vor allem aus uruguayischer Sicht machen zumindest die meisten der neuen Vorgehensbestimmungen durchaus Sinn (abgesehen z.B. davon, daß die Migrationsbeamten telefonisch keine Informationen geben, keine Nachrichten auf einem Anrufbeantworter hinterlassen und nur ein einziges Mal anrufen dürfen, wenn sich etwas verändert hat).

Von uruguayischer Seite wird implizit und explizit davon ausgegangen, daß Leute, die eine Daueraufenthaltsgenehmigung für Uruguay beantragen, auch hier leben. Das wird zwar nicht per Gesetz oder Dekret so verlangt, aber die Behörden gehen einfach davon aus, daß es so ist. Und das macht ja auch irgendwie Sinn. Ich bin ja seinerzeit auch erst mal in's Land gekommen, nachdem ich den Entschluß gefaßt hatte, hier zu leben, und habe danach mit den Einwanderungsformalitäten begonnen. Und bei Dir und Deinem Mann war es ja ähnlich. Und bei vielen Anderen auch.

Alle Leute, die hier leben, haben nicht die geringsten Probleme mit den neuen Bestimmungen! Da wartet man eben die drei Monate, bis man in Montevideo oder woch auch immer einen Termin bekommt, was soll's? Und wenn irgendeine Frist abläuft, ist das auch kein Drama. Man ist ja vor Ort und kann das ganz einfach beheben. No problema!

Betroffen sind vor allem die Leute, die sich eine Aufenthaltsgenehmigung für Uruguay sichern wollen für den Fall, daß in der EU bzw. den USA alles noch mehr den Bach runter geht, sozusagen als Katastrophenprävention. Das ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Cédulaanwärter. Bildlich gesprochen sehen sie eine Aufenthaltsgenehmigung für Uruguay als Reißleine eines Schleudersitzes: Wenn's oben im Norden brennt, der Ausnahmezustand bevorsteht und die Sperrung der Flughäfen droht, wollen sie zum Airport fahren und sagen, ihre uruguayische Cédula schwenkend: "Aber ich darf noch raus! Ich habe meinen Wohnsitz in Uruguay." So oder ähnlich wurde es mir schon von mehreren dargestellt.

Betroffen sind aber auch Leute, die tatsächlich vorhaben in absehbarer Zeit nach Uruguay überzusiedeln, dies aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht können, weil sie zuvor noch einige Dinge in ihren Herkunftsländern regeln müssen, die sich aber trotzdem jetzt schon eine Aufenthaltsgenehmigung für das Land sichern möchten, bevor die substantiellen (und nicht nur die technisch-formalen) Einwanderungsbestimmungen verschärft werden.

Nochmals: Wer hier lebt, hat mit den ganzen in diesem Thread geschilderten formal-technischen Neuerungen überhaupt keine Probleme. Der kann nach wie vor eine ruhige Kugel schieben und einfach warten, bis seine Aufenthaltsgenehmigung bewilligt wird. Das dauert jetzt vielleicht ein bischen länger als früher, so what? Bekommen tut sie jeder, der die erforderlichen Unterlagen in der geforderten Form vorlegt. Die hier geschilderten Erschwernisse betreffen vor allem Leute, die nicht hier im Land leben und/oder die nur mit sehr wenig Zeit herkommen, um ihre Einwanderungsanträge einzureichen.

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