Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Ralph » Freitag 14. Mai 2010, 22:15

binschonweg hat geschrieben:
Ralph hat geschrieben:"Ich programmiere ja nicht in Uruguay.
Ich tippe Buchstaben.


ok jetzt werde ich spitzfindig, aber wie ist das, wenn Du über Dinge wie remote desktop wirklich auf der Hardware des Kunden arbeitest? D.h. Du verwendest de facto seine CPU, seine Festplatte, etc - Du tippst wirklich Buchstaben, auf deinem Rechner entsteht nichts (denn dieser ist nur ein dumb terminal) - es wird keine Arbeit in dem Sinne "verschickt", also keine "work unit", die Du in UY erstellt hast und die dann (z.b. täglich über SVN) an den Kunden abgegeben wird. :?: :?: :?:

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
GOTO UNTIL KAPIERT: auswandern-uruguay-f5/wie-sich-die-einwanderungsbestimmungen-fur-uy-geandert-haben-t322-10.html#p2712

Mit anderen Worten:
Es ist ein typisch menschlicher Fehler, bei dringendem Bedarf,
mit sämtlichen Mitteln an der Realität so lange zu drehen,
bis einem diese in den Kram passt.
Liebe Grüße, Ralph
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon =MaBu= » Samstag 15. Mai 2010, 15:49

Hola Ralph und alle!

Ralph hat geschrieben:Firmengründung zwecks Einwanderung und Steuerpflicht, das sollte man strikt trennen.


Firmengründung zwecks Einwanderung ist eine Formsache und praktisch unausweichlich, wenn man keine der anderen anerkannten Möglichkeiten (s. hier) hat regelmäßige Einkünfte nachzuweisen. Natürlich kann und sollte man mit so einer Firma auch real etwas machen.

Das uruguayische Steuerrecht andererseits ist keine Formsache, sondern real. Wer hier lebt, ist der hiesigen Gesetzgebung unterworfen (s. Das uruguayische Besteuerungssystem), ob es ihm gefällt oder nicht. Und die sieht u.a. vor: Wer hier lebt und aus Arbeit Einkünfte erzielt, muß diese hier versteuern. Alles Andere ist Schwarzarbeit bzw. Steuerhinterziehung, wenn nicht gar Betrug.

Ralph hat geschrieben:Als 2007 das Gesetz geändert wurde,


Nach der Gesetzesänderung wurden weitere Details geändert, nenne es Ausführungsbestimmungen (hier das uruguayische Einwanderungsgesetz v. 17. Januar 2008; s. auch meinen ursprünglichen Beitrag in diesem Thread).

Ralph hat geschrieben:da hätte ich (theoretisch) z.B. so argumentieren können:
"Ich programmiere ja nicht in Uruguay.
Ich tippe Buchstaben.
Die gehen jeder einzeln für sich nach Deutschland.
Dort entsteht die Arbeitsleistung.
Ich bekomme nur das Echo der Buchstaben auf den Schirm.
Ich habe nie etwas in Uruguay entwickelt, das ich per Mail oder sonstwie nach Deutschland verschickt habe."


Deine Überlegungen sind eine spitzfindische Meisterleistung, die selbst binschonweg kaum wird übertreffen können :D Das ist, wie wenn jemand sagen würde: "Ich rede nicht (mit einer anderen Person), ich emittiere nur eine Sequenz von einzelnen Lauten, die dann im Gehirn des Hörers zu etwas Sinnvollem zusammengesetzt werden." :mrgreen:

Ralph hat geschrieben:So, toll, jetzt habe ich mir das ganze also soweit hingebogen, dass ich mich an die Gesetze halte...
Und ich kann mich jetzt beruhigt Schlafen legen.
Ich denke derartige Argumentation kann man getrost als "schönreden" bezeichnen.
Was glaubt ihr, was ein Finanzrichter in Uruguay von dieser superlogischen Argumentation hält?
Ich fürchte, der würde mir, berechtigter Weise, ´nen Vogel zeigen.


Correcto! :geek:

Saludos, Manfred
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon binschonweg » Samstag 15. Mai 2010, 19:14

Ralph hat geschrieben:Mit anderen Worten:
Es ist ein typisch menschlicher Fehler, bei dringendem Bedarf,


ok dankeeeeeeeeeeeeeee! jetzt weiß ich wenigstens ich bin keine Maschine :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Cheetah » Donnerstag 3. Juni 2010, 21:35

Hallo Ihr Lieben,

hab heute erst gecheckt - Dank der Aktualisierung vom Uruguay-Magazin - was Manfred gepostet hat unter "Nichts bleibt wie es war". Habs fuer mein Forum uebernommen.

Danke Manfred fuer Deine immer sehr guten Infos. Ich denke, dass kuenftig eine andere Kategorie der Einwanderer kommt -, es wird schwieriger werden nach Uruguay einzuwandern. Hoffentlich beisst sich "die Katze da nicht in den Schwanz".

In der "El Pais" von gestern las ich erst, dass schon einige Restaurant oder ueberhaupt Geschaefte in Punta geschlossen haben, weil sich - wohl vor allen Dingen im Bereich Tourismus - die Wirtschaftskrise bemerkbar macht. In erster Linie sicherlich fuer viele aus Europa und auch aus den USA.

Liebe Gruesse
Rita

PS. Ebenfalls las ich gestern dass der Export im Monat Mai um 37 % gestiegen sei. Andy, der meine Fensterlaeden macht erzaehlte mir auch, dass einige Firmen durch den gestiegenen URU-Peso nun verstaerkt in Deutschland Waren einkaufen, was vorher zu teuer war. Trifft wohl Dinge im Bausektor, denn mit denen hat Andy ja zu tun. Uebrigens, voraussichtlich am Wochenende hab ich meine Fensterlaeden - juhuuuuuuuuuuuuu! Drueckt mal die Daumen! :D
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon gaucho » Sonntag 6. Juni 2010, 09:45

El presidente de la Corporación Gastronómica de Punta del Este, Alejandro Viña, aseguró ayer a El País que en las últimas semanas una decena de los principales restaurantes y confiterías del balneario cerraron sus puertas para siempre.

Für jemand, der sich mit Auswanderungsgedanken trägt, sollten solche Meldungen tatsächlich alarmierend sein. Dies ist keine saisonbedingte Krise mehr.

Jetzt könntet Ihr vor Ort natürlich sagen, die Weltwirtschaftskrise ist schuld, oder Punta wird als Badeort langsam abgehängt - der Boom ebbt langsam ab usw.

Was meint Ihr?
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Ralph » Sonntag 6. Juni 2010, 13:38

gaucho hat geschrieben:El presidente de la Corporación Gastronómica de Punta del Este, Alejandro Viña, aseguró ayer a El País que en las últimas semanas una decena de los principales restaurantes y confiterías del balneario cerraron sus puertas para siempre.

Für jemand, der sich mit Auswanderungsgedanken trägt, sollten solche Meldungen tatsächlich alarmierend sein. Dies ist keine saisonbedingte Krise mehr.

Jetzt könntet Ihr vor Ort natürlich sagen, die Weltwirtschaftskrise ist schuld, oder Punta wird als Badeort langsam abgehängt - der Boom ebbt langsam ab usw.

Was meint Ihr?

Beides + Kichners Brücken.-, will sagen Wirtschaftsblockade.
Liebe Grüße, Ralph
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Ralph » Sonntag 6. Juni 2010, 14:51

Ralph hat geschrieben:Beides + Kichners Brücken.-, will sagen Wirtschaftsblockade.

War ne ziemlich oberflächliche Antwort von mir, weil das Ganze natürlich weit komplexer ist.
Hans-Olaf Henkel hat geschrieben:Die Ursachen dieser größten Krise der Weltwirtschaft sind viel zu komplex als dass sie sich mit kruden Erklärungsmustern erklären ließe.

Deshalb hat mir sein Beitrag sehr gut gefallen.
Hans-Olaf Henkel bringt es wieder einmal auf den Punkt:
http://www.welt.de/debatte/article79274 ... rheit.html
Liebe Grüße, Ralph
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 6. Juni 2010, 15:09

gaucho hat geschrieben:El presidente de la Corporación Gastronómica de Punta del Este, Alejandro Viña, aseguró ayer a El País que en las últimas semanas una decena de los principales restaurantes y confiterías del balneario cerraron sus puertas para siempre.

Für jemand, der sich mit Auswanderungsgedanken trägt, sollten solche Meldungen tatsächlich alarmierend sein. Dies ist keine saisonbedingte Krise mehr.

Jetzt könntet Ihr vor Ort natürlich sagen, die Weltwirtschaftskrise ist schuld, oder Punta wird als Badeort langsam abgehängt - der Boom ebbt langsam ab usw.

Was meint Ihr?

Ich bin hier geboren und kann Dir sagen, dass ich nie Punta del Este als touristisch sehenswerter Ort empfehle. Wenn man mich fragt, sage ich immer als Basis sollte man etwas ähnliches erwarten wie an der Côte Azur nur mit einem grossen Unterschied. Im Winter ist es grundsätzlich leer, von Weihnachten bis 15. Januar brechend voll und dann nimmt es mit der Zeit bis ende Februar ab. Nach Ostern ist es dann wieder leer. Die ganz starke Einkaufskraft ist während der ersten 20 Tagen da, danach fällt die Einkaufskraft um ca. 30%.

Die Realität sagt, dass Punta del Este im Winter ca. 7.500 bis 10.000 Einwohner hat und bei der Jahreswende es zwischen 1 und 1.5 Millionen sind. Argentinier sind keine guten Touristen mehr. Diese bringen sich alles aus Argentinien um ja nichts oder so wenig wie möglich auszugeben (Argentinien ist halt vieeeel billiger als Punta).

Da habe ich immer schon gesagt, dass unter diesen Bedingungen kein Geschäftsmann leben kann. Im Artikel hast Du dann noch die Aussage, dass die meisten Hotels dies mit verfschiedenen Angeboten auch noch überbrücken.

Hotel Conrad hat mindestens 2 Mal im Monat Sänger, Artisten, Schauspieler und Konferenciers die auftreten. Ausserdem fliegen sie sich die Kasinospieler aus Chile, Brasilien, Paraguay, Mexiko, Kolumbien, Peru, etc. ein. Andere Hotels engagieren manchmal Köche zu speziellen kulinarischen Ereignissen.

Mit einer so kurzen Saison kann man nicht ein ganzes Jahr Geschäfte in Betrieb halten mit Gehältern usw. Ich habe schon immer gesagt, dass Punta del Este im Sommer nur schöner Strand, Ozean und "show yourself" ist und dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, wirklich etwas kulturelles dort aufzubauen um Punta del Este übers ganze Jahr attraktiv zu machen.

Die Touristen werden einfach nur ausgenommen mit horrenden Preisen solang sie da sind und den Rest des Jahres jammern schon seit Jahrzehnten alle Geschäftsmänner, weil sie die Kosten übers Jahr nicht halten können.

Grüsse,
Peter Stross
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Hormiga47 » Sonntag 6. Juni 2010, 15:31

antaresuy:
Hotel Conrad hat mindestens 2 Mal im Monat Sänger, Artisten, Schauspieler und Konferenciers die auftreten. Ausserdem fliegen sie sich die Kasinospieler aus Chile, Brasilien, Paraguay, Mexiko, Kolumbien, Peru, etc. ein. Andere Hotels engagieren manchmal Köche zu speziellen kulinarischen Ereignissen.


Wenn in Brasilien auch Gluecksspiele sprich Kasinos erlaubt waeren,
koennte ich mir vorstellen,dass Punta del Este ganz tot waere, und sich die Touristenbranche schon lange nach Florianopolis verlagert haette. :?: :?:

Gruss:Silvia
Hormiga47
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 6. Juni 2010, 15:47

Hormiga47 hat geschrieben:antaresuy:
Hotel Conrad hat mindestens 2 Mal im Monat Sänger, Artisten, Schauspieler und Konferenciers die auftreten. Ausserdem fliegen sie sich die Kasinospieler aus Chile, Brasilien, Paraguay, Mexiko, Kolumbien, Peru, etc. ein. Andere Hotels engagieren manchmal Köche zu speziellen kulinarischen Ereignissen.


Wenn in Brasilien auch Gluecksspiele sprich Kasinos erlaubt waeren,
koennte ich mir vorstellen,dass Punta del Este ganz tot waere, und sich die Touristenbranche schon lange nach Florianopolis verlagert haette. :?: :?:

Gruss:Silvia


Hotel Conrad ist nur eine Filiale von einem in Las Vegas stehenden Hotelkasino. Mindesteinsatz USD 1 in Slots und es gibt Tische ohne Limit.
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Martin » Sonntag 26. Dezember 2010, 12:00

Hab alles gelesen und fast auch alle offenen Fragen geklärt .Jetzt würde mich mal nur noch interessieren, wie die Eröffnung eines Unipersonal Firma abläuft, zu wem man gehen muss und was das kostet.
Martin
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 26. Dezember 2010, 12:15

Hallo Martin,

das ist ganz einfach. Du gehst entweder zur BPS oder zur DGI mit Deinem Ausweis und einer Wohnsitzbestätigung (Rechnung von UTE oder Antel auf Deinem Namen oder Notarische Beglaubigung des Wohnadresse in Uruguay). Du brauchst auch zwei Fotokopien des Ausweises und zwei "Timbres para Declaración Jurada" Weiter nichts und das sind dann die Kosten auch. Du brauchst aber Zeit dafür, da geht Dir nämlich mit dem Warten auch fast ein halber Tag vorüber und dann hast Du auch die Unipersonal. Du musst Dir dann nur die Rechnungen anfertigen lassen, wofür Du ein Zertifikat vom Steueramt brauchst. Such Dir vorher die Druckerei aus, denn dieses Zertifikat wird spezifisch für diese Druckerei dann ausgestellt.

Gruss,
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Martin » Sonntag 26. Dezember 2010, 20:30

ja danke peter, wer ist denn ueberhaupt fuer die Steuererklaerung im Sinne von einem Steuerberater verantwortlich? Contador, Escribana? gibts da einen (eine) guten.
Martin
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Sonntag 26. Dezember 2010, 21:40

Hallo Martin,

am besten nachdem Du die Unipersonal hast, gehst Du zur DGI, die haben Beratungen und mit einer Unipersonal glaube ich bräuchtest Du keinen. Wenn Du aber unbedingt einen Contador (Steuerberater) engagieren möchtest, musst Du dfamit rechnen, dass Du an ihn mindestens USD 100 monatlich zahlen musst. Wenn,dann rate ich geh zu Eichin, er selber ist zwar nicht Steuerberater, hat aber alle s da was man braucht und er spricht Deutsch:

ESTUDIO DIX-KOHLSDORF
Zabala 1372, of 43
11000 Montevideo, Uruguay
tels: 005982 917 02 95 o 96 o 98
fax: 005982 916 36 13
e-mail: [email protected]

Ich bringe alle meine Kunden zu ihm. Dort verwalten sie auch Güter und Gelder von über 90 deutschsprachigen Kunden, die auch zum Grossteil noch in ihrer Heimat leben.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon Martin » Dienstag 28. Dezember 2010, 15:44

ja da hast wohl recht ein Steuerberater macht da wohl wenig Sinn. Da muss schon ein gewisses Einkommen her. Aber wie laeuft das eigentlich (falls du das weisst). Du hast mir ja gesagt ich muesste eine n Rechnungsblog von einer Druckerei drucken lassen. Das scheint mir aber doch voellig sinnlos, wenn ich ein paar Kröten über das Internet verdiene. Welche Rechnung akzeptiert die DGI denn in diesem Falle. Kann ja wohl schlecht eine uruguyaische Rechnung nach Deutschland schicken und dort unterzeichnen lassen. Ausserdem wenn das Geld eh in Deutschland verbleibt in wieweit will da die DGi zugreifen koennen und die deutschen Behörden dürften sich doch wohl nach dem Doppelbesteurungsabkommen nicht mehr mit so etwas abgeben.

Eine andere Geschichte ist die Versteuerung der Rente damit macht sich das Land ja wohl nur Feinde unter den Auswanderungswilligen. Wenn man z. B eine Rente von 1500 Euro monatlich hat wollen die glatt hier knapp 2000 Euro haben (oder täusch ich mich da aber ich glaub Manfreds Tabelle weist auf so einen Betrag hin), wer soll das bezahlen? Wie läeuft das denn ab, schicken die da einen Steuerbescheid ins Haus? kannst du wahrscheinlich aber nicht wissen, da das ja erst kommt.
Danke dir trotzdem fuer die schon gegebenen Infos
Martin
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon antaresuy » Dienstag 28. Dezember 2010, 16:28

Hallo Martin,

was für Rechnungen Deinen deutschen Kunden schickst ist Dein Bier. Auf jeden Fall musst Du für die DGI Rechnungen schreiben (original geht da in den Mülleimer) und du musst dementsprechend monatlich dann IRPF abrechnen (beim Steueramt mit den Consultores die dort dazu zur Verfügung stehen. Da die Rechnungen ins Ausland gehen gibt es kein IVA, aber lass Dich besser von den Leuten gut beraten. Auf jeden Fall wirst Du sicher nicht alles angeben was Du kassierst, aber etwas musst Du schon angeben, da sonst die DGI mistrauisch wird und wenn Sie dann Inspektion machen und in Deinem PC die geschickten Rechnungen finden, bist Du aufgeschmissen.

Von der Versteuerung der Rente habe ich noch nichts gehört, aber auf jeden Fall sind die Angaben die du im Post gibst falsch. Ich glaube eher dass dies nach der Tabelle des IRPF gehen könnte. Diese bekommst Du bei der DGI.

Grüsse,
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Einschreiben und längere Arbeitszeiten

Neuer Beitragvon =MaBu= » Dienstag 4. Januar 2011, 21:42

Hola Leute!

Seit neuestem werden Benachrichtigungen der Einwanderungsbehörde per Einschreiben verschickt. Das klingt zunächst ja ganz positiv. Problematisch wird es nur, wenn der Adressat des Schreibens nicht der Einwanderungshelfer ist, sondern der Einwanderer selbst und dieser noch nicht in Uruguay wohnt, sondern in seinem Herkunftsland oder anderswo. Dann kann nämlich keiner das Schreiben annehmen...

(Ich weiß noch nicht, ob das jetzt generell so ist oder nur in manchen Fällen. Bisher erhielt man einen einfachen Brief oder wurde von der Migration angerufen.)

Okay, sei's drum! Auch für dieses Problem gibt es Lösungen. Wenn man ein gutes Verhältnis zum Postangestellten hat, erkennt der ein unterschriebenes Fax des Einwanderers als Autorisierung an und händigt die Mitteilung dem EWH aus, oder man erkundigt sich persönlich in der Behörde, was denn Sache sei, was allerdings mit den bekannten Phänomenen wie langen Wartezeiten usw. verbunden ist.

Langsam, aber sicher wird es halt immer komplizierter (s. auch die anderen Beiträge in diesem Thread bzw. diesem Unterforum).

Mal eine gute Nachricht: Seit 1. Januar 2011 wurden die Öffnungszeiten der Einwanderungsbehörde auf 9.00 bis 17.00 Uhr verlängert (bisher: 9.15 bis 14.30 Uhr). Mujica sei's gedankt, der durch ein Dekret den Standardarbeitstag eines uruguayischen Beamten / öffentlichen Angestellten auf sechs Stunden pro Tag festgeschrieben hat, womit er sich empörte Aufschreie der Staatsbediensteten und deren Interessenvertretungen einhandelte. Sehr viele haben bisher nämlich weniger gearbeitet, wollten aber natürlich trotzdem eine anständige Entlohnung ihres Nichts- bzw. Kaum-was-Tuns.

Saludos, Manfred
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Dreijahresfrist kein Papiertiger!

Neuer Beitragvon =MaBu= » Samstag 8. Januar 2011, 21:43

Hola Leute!

Die Frist von drei Jahren, die man nicht außer Landes sein darf, wenn man seine Aufenthaltsgenehmigung für Uruguay nicht verlieren will, ist kein Papiertiger. Gestern war ich mit einem Kandidaten in der Migration, der seine Cédula verlängern lassen will. Er war das letzte Mal von März bis April 2008 hier, nachweisbar durch entsprechende Stempel in seinem Reisepaß. So weit, so gut.

Doch als wir dann drankamen und der Funktionär die Cédulanummer des Menschen in seinen Computer eingab, ging der Daumen nach unten. "Ich kann Ihnen das Papier für die Cédulaverlängerung nicht geben, da Sie schon länger als drei Jahre nicht im Land waren", beschied er. "Warum?", fragten wir perplex, "da ist doch der Ausreisestempel vom April 2008, und hier der Einreisestempel vom März." Wir zeigten sie ihm. "Aha", sagte der Funcionario, "aber ich muß mich nach dem richten, was ich in meinem Computer habe. Und da erscheint das nicht. Leider kann ich nichts für Sie tun."

"Wird das mit der Drei-Jahresfrist denn so strikt gehandhabt?", fragte ich. "Dann laufen ja einige Leute Gefahr ihre Aufenthaltsberechtigung zu verlieren." "Richtig!", meinte er lapidar, "und etliche haben sie auch schon verloren." ...

Für diesen konkreten Menschen gab er uns dann noch einen Rat, wie sein Problem gelöst werden kann, denn er war ja innerhalb der Drei-Jahresspanne zuletzt hier.

Saludos, Manfred
Zuletzt geändert von =MaBu= am Sonntag 9. Januar 2011, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dreijahresfrist kein Papiertiger!

Neuer Beitragvon binschonweg » Sonntag 9. Januar 2011, 13:58

=MaBu= hat geschrieben:Doch als wir dann drankamen und der Funktionär die Cédulanummer des Menschen in seinen Computer eingab, ging jedoch der Daumen nach unten. "Ich kann Ihnen das Papier für die Cédulaverlängerung nicht geben, da Sie schon länger als drei Jahre nicht im Land waren", beschied er. "Warum?", fragten wir perplex, "da ist doch der Ausreisestempel vom April 2008, und hier der Einreisestempel vom März." Wir zeigten sie ihm. "Aha", sagte der Funcionario, "aber ich muß mich nach dem richten, was ich in meinem Computer habe. Und da erscheint das nicht. Leider kann ich nichts für Sie tun."


wenn wir jetzt noch wüßten, warum er nicht im Computer stand, obwohl er eingereist ist....................?
Ich vermute das war in etwa so:

Der Chef der Migracion sagt zu seinem Assistenten: "Pedro, schlag mal alle im Computer nach, die auffällig lange im Lande abwesend sind und drücke die ENTF Taste!"

so wird man unwillkommene Gäste los.........
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Re: Wie sich die Einwanderungsbestimmungen für UY geändert haben

Neuer Beitragvon =MaBu= » Dienstag 11. Januar 2011, 22:45

Hola Peter!

antaresuy hat geschrieben:Wenn,dann rate ich geh zu Eichin, er selber ist zwar nicht Steuerberater, hat aber alle s da was man braucht und er spricht Deutsch:


Auch ich schicke "alle meine Leute" seit rund einem Jahr in diese Kanzlei, bisher mit guten Ergebnissen. Dennoch finde ich, daß man Adressen hier nicht "so einfach" veröffentlichen sollte.

Saludos, Manfred
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