Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

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Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon Cheetah » Dienstag 9. März 2010, 17:19

Ein wichtiger Aspekt fuer die Entscheidung nach Uruguay auszuwandern war damals fuer uns, dass Uruguay ein sehr europaeisch gepraegtes Land ist. Die ueberwiegende Mehrheit kommt aus Spanien und Italien neben den anderen Nationen Europas (Deutsche, Schweizer, Franzosen, Englaender etc. pp).

Mit den Problemen einer zu grossen Vermengung von Voelkern wollten wir nicht mehr konfrontiert werden. Es hoert sich vielleicht rassistisch an, ist es aber nicht. Wir sehen doch jetzt in Deutschland wie es dort in vielen grossen Staedten zugeht und nicht nur in D.
Mit den Leuten die sich in einem Land integrieren wollen wird man weder in D noch anderswo Probleme haben, aber wenn dem nicht so ist, dann gibts mehr und mehr problematisches. Auch "Klein-Deutschland" im Ausland muss nicht sein (das soll nun aber kein Stich sein gegen die Leute in Atlantida wo es viele Deutsche hinzog, denn das Staedtchen wuerde mir auch gefallen - also nicht missverstehen bitte!).

Uruguay bietet ausserdem noch viel Platz, Ruhe und Natur, sei es an den kilometerlangen weissen Sandstraenden, in der Sierra oder im Inland (wo ich leider noch nicht war), wo es wohl relativ wenige Menschen gibt.
Wenn ich daran denke, dass ich wieder zurueck muesste ins ueberfuellte Deutschland, dann krieg ich Magenschmerzen.

Da muesste etwas ganz unvorhergesehenes kommen, dass ich hier wieder weggehe:-)

Liebe Gruesse
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon sayrue » Dienstag 9. März 2010, 18:10

Hola Cheetha,

kann Deine Meinung und Einstellung gut verstehen und ich sehe es auch so. Das Zusammenleben verschiedener Kulturen ist eben nicht immer so einfach, auch wenn gewisse Leute dieses gerne anders sehen. Dieses ist auch kein Rassismuss sondern Realitaet, aber auch hier wird es Menschen geben die es als latenten Rassismuss verstehen. Der Versuch z.B in Deutschland die Auslaender zu intergrieren hat ja nicht ueberall funktioniert und die daraus resultierenden Parallelgesellschaften sind das Ergebnis.

Im Ausland, egal jetzt in welchem Land, sollte jeder so Leben wie er oder sie es sich vorstellt. Wenn es Leute gibt, die z.B in einer Deutschen Kolonie leben moechten, bueno, mein Ding waere es nicht. Auch der Umgang der Auslaender im Ausland untereinander, kann jetzt nur fuer Paraguay sprechen, ist wirklich nicht nett und freundschaftlich. Es gibt leider diese Neider und wie immer sie genannt werden und wir sind diesen Leuten immer aus dem Weg gegangen, daran wird sich auch in Zunkunft nichts aendern. Ausserdem moechte man doch das Land und die Menschen kennenlernen , dazu gehoert auch ein sich oeffnen und zugehen auf die Menschen. Die Sprache nicht sprechen wollen, Deutsche Zeitungen und wenn moeglich auch Deutsches Fernsehprogramm sehen, was ist das fuer ein Leben :?: Aber ich hoere jetzt mal auf mit diesen Vergleichen, jeder soll sich sein Leben gestalten wie er moechte, aber bitte dabei die Umgangsformen beachten, listo ;)

Ich/wir freuen uns sehr auf Uruguay und dass es dort noch Ruhe, Natur und Platz gibt hoert sich richtig gut an. Wenn man wie wir mehr als vier Jahre in Paraguay gelebt hat und dabei viele negative Erfahrungen gesammelt hat, kann es nur besser werden. In diesem Sinne, viva la vida :)

saludos

Ruediger
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon gaucho » Dienstag 9. März 2010, 19:08

So etwas wie "Rasse" gibt es in Uruguay nicht - und das ist wirklich sehr gut so.

Die Einigelung einzelner Menschengruppen - z.B. Mennoniten - müssen wir akzeptieren, denn diese Leute haben teilweise heftige Verfolgungen mitgemacht und sind froh, wenn sie im Frieden etwas neues aufbauen können.

Theoretisch funktioniert das, wenn das Land groß ist, und die Menschen wirklich für sich bleiben können.

Bedenklich wird es allerdings, wenn die Herkunft das Verhalten gegenüber der Umwelt bestimmt, also sich Personen gegen die Nachbarn im selben Hause abschotten, sich nicht im geringsten öffnen, und keine Integrationsbereitschaft besteht - ggf. von beiden Seiten.

Hier in Süddeutschland haben wir bald 50 Jahre Griechen, die aber keine in sich geschlossene Gruppe bilden.
Da sind welche, die völlig in unserer Gesellschaft aufgegangen sind. Da sind andere, die nur für sich bleiben; ihre Kinder (3. oder 4. Generation im Lande!) werden eingeschult, ohne ein Wort Deutsch zu können.

Ich will damit sagen, es hängt von jedem einzelnen ab, wie wir mit den Mitmenschen zurechtkommen.
Wir sollten aber nicht über sie urteilen, auch wenn sie uns als schwierig erscheinen.
Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet.

Ansonsten freuen wir uns an dem, was die anderen uns bieten können, Freude an fremden Kulturen, interessanter Gedankenaustausch usw.
gaucho
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon Ralph » Dienstag 9. März 2010, 20:14

Ich sag immer: In Uruguay gibt es keinen (nennenswerten) Ausländerhass -
weil letzten Endes jeder Uruguayo eine ausländische Herkunft hat.
Liebe Grüße, Ralph
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon =MaBu= » Dienstag 9. März 2010, 22:32

Ralph hat geschrieben:Ich sag immer: In Uruguay gibt es keinen (nennenswerten) Ausländerhass -
weil letzten Endes jeder Uruguayo eine ausländische Herkunft hat.


Hola Ralph!

Stimmt beides: Ausländerhaß ist hier ein Fremdwort. Insbesondere Deutsche werden hier sogar sehr geschätzt! (Die das tun waren noch nie oder schon lange nicht mehr in Deutschland...) (Auch Rassenprobleme gibt es hier nicht, wie man z.B. im hiesigen Karneval sehen kann.) Und praktisch jeder jetzt lebende Uruguayo ist Nachfahre von Einwanderern. Die ursprünglich hier lebenden Menschen wurden ja niedergemetzelt. Wer sich ein bischen für Geschichte interessiert findet hier etwas über die Ureinwohner Uruguays.

Saludos, Manfred
Zuletzt geändert von =MaBu= am Mittwoch 10. März 2010, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon Cheetah » Mittwoch 10. März 2010, 00:33

Sayrue - was Du schreibst war auch 2oo4 - als wir uns Paraguay ansahen - ein Aspekt. Wir merkten in Independencia schon, dass es "schwelt" zwischen den Deutschen. Es gab viel Neid und Klatsch und Tratsch.
Hinzu kam, dass wir es mit korrupten Ruta-Polizisten zu tun kriegten und unseren Obulus zahlen mussten und die Infrastruktur in PY ist auch nicht das gelbe vom Ei. Sich fuer Uruguay zu entscheiden fiel dann sehr leicht.

Nun lebe ich hier alleine, es gibt sicherlich auch Einbrueche ausserhalb der Ballungszentren, aber ich habe keine Angst!
Die Gewaltkriminalitaet und Morde die sind hier noch nicht so ausgepraegt wie man es von anderen Laendern hoert (ich denke es sind oft "Beziehungstaten", wenn man die Zeitung durchliest).

Schon in Afrika lernten wir, dass man sich keine bestimmte Routine zulegen soll - wie z.B. an bestimmten Tagen immer um die gleiche Zeit zum Einkaufen zu fahren. Unsere Nachbarn sind in Ordnung, aber dennoch kann mal etwas passieren, wenn auch hier in der relativ einsamen Sierra seltener als an der belebteren Kueste! Je weiter man lebt von den grossen Staedten, desto weniger hat man mit Dieben zu tun.

Liebe Gruesse nach PY
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon Cheetah » Mittwoch 10. März 2010, 00:45

gaucho hat geschrieben:So etwas wie "Rasse" gibt es in Uruguay nicht - und das ist wirklich sehr gut so.

Die Einigelung einzelner Menschengruppen - z.B. Mennoniten - müssen wir akzeptieren, denn diese Leute haben teilweise heftige Verfolgungen mitgemacht und sind froh, wenn sie im Frieden etwas neues aufbauen können.

Theoretisch funktioniert das, wenn das Land groß ist, und die Menschen wirklich für sich bleiben können.

Bedenklich wird es allerdings, wenn die Herkunft das Verhalten gegenüber der Umwelt bestimmt, also sich Personen gegen die Nachbarn im selben Hause abschotten, sich nicht im geringsten öffnen, und keine Integrationsbereitschaft besteht - ggf. von beiden Seiten.

Hier in Süddeutschland haben wir bald 50 Jahre Griechen, die aber keine in sich geschlossene Gruppe bilden.
Da sind welche, die völlig in unserer Gesellschaft aufgegangen sind. Da sind andere, die nur für sich bleiben; ihre Kinder (3. oder 4. Generation im Lande!) werden eingeschult, ohne ein Wort Deutsch zu können.

Ich will damit sagen, es hängt von jedem einzelnen ab, wie wir mit den Mitmenschen zurechtkommen.
Wir sollten aber nicht über sie urteilen, auch wenn sie uns als schwierig erscheinen.
Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet.

Ansonsten freuen wir uns an dem, was die anderen uns bieten können, Freude an fremden Kulturen, interessanter Gedankenaustausch usw.


Hallo Gaucho,
gerade unsere Freunde, die vor Jahren den Glauben der Mennoniten angenommen haben, hatten mir zum Zeitpunkt der OP und dem Ableben meines Mannes (und nicht nur da) mehr geholfen, als es die eigene Familie getan haette. Und wenn ich an die 4 Wochen in Paraguay denke und an das was die Mennoniten dort aufgebaut haben, dann "Hut ab"!

Und in Deutschland die Griechen, Italiener, Spanier und andere "eigentliche Europaer" die hatten sich fast immer "integriert". Ich habe im Rahmen meiner Immo-Taetigkeit in D auch sehr nette Tuerken kennengelernt, die sich integriert hatten. Aber es gibt halt immer welche, die an IHREM Land zu sehr festhalten und wenn es nicht so laeuft wie man es vom eigenen Land her kennt und will, dann ist immer das neue Land schuld - nicht sie selbst.

Jeder der auswandert muss sich im Auswanderungsland integrieren - das Land braucht ihn NICHT! Nur wer sich dem Land anpasst, der wird auf Dauer gluecklich werden.

Multikulti kann wirklich eine Bereicherung sein, wenn man aufeinander zugeht - mit offenen Sinnen!

LG
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon Cheetah » Mittwoch 10. März 2010, 00:46

Cheetah hat geschrieben:
gaucho hat geschrieben:So etwas wie "Rasse" gibt es in Uruguay nicht - und das ist wirklich sehr gut so.

Die Einigelung einzelner Menschengruppen - z.B. Mennoniten - müssen wir akzeptieren, denn diese Leute haben teilweise heftige Verfolgungen mitgemacht und sind froh, wenn sie im Frieden etwas neues aufbauen können.

Theoretisch funktioniert das, wenn das Land groß ist, und die Menschen wirklich für sich bleiben können.

Bedenklich wird es allerdings, wenn die Herkunft das Verhalten gegenüber der Umwelt bestimmt, also sich Personen gegen die Nachbarn im selben Hause abschotten, sich nicht im geringsten öffnen, und keine Integrationsbereitschaft besteht - ggf. von beiden Seiten.

Hier in Süddeutschland haben wir bald 50 Jahre Griechen, die aber keine in sich geschlossene Gruppe bilden.
Da sind welche, die völlig in unserer Gesellschaft aufgegangen sind. Da sind andere, die nur für sich bleiben; ihre Kinder (3. oder 4. Generation im Lande!) werden eingeschult, ohne ein Wort Deutsch zu können.

Ich will damit sagen, es hängt von jedem einzelnen ab, wie wir mit den Mitmenschen zurechtkommen.
Wir sollten aber nicht über sie urteilen, auch wenn sie uns als schwierig erscheinen.
Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet.

Ansonsten freuen wir uns an dem, was die anderen uns bieten können, Freude an fremden Kulturen, interessanter Gedankenaustausch usw.


Hallo Gaucho,
gerade unsere Freunde, die vor Jahren den Glauben der Mennoniten angenommen haben, hatten mir zum Zeitpunkt der OP und dem Ableben meines Mannes (und nicht nur da) mehr geholfen, als es die eigene Familie getan haette. Und wenn ich an die 4 Wochen in Paraguay denke und an das was die Mennoniten dort aufgebaut haben, dann "Hut ab"!

Und in Deutschland die Griechen, Italiener, Spanier und andere "eigentliche Europaer" die hatten sich fast immer "integriert". Ich habe im Rahmen meiner Immo-Taetigkeit in D auch sehr nette Tuerken kennengelernt, die sich integriert hatten. Aber es gibt halt immer welche, die an IHREM Land zu sehr festhalten und wenn es nicht so laeuft wie man es vom eigenen Land her kennt und will, dann ist immer das neue Land schuld - nicht sie selbst.

Jeder der auswandert muss sich im Auswanderungsland integrieren - das Land braucht ihn NICHT! Nur wer sich dem Land anpasst, der wird auf Dauer gluecklich werden.

Multikulti kann wirklich eine Bereicherung sein, wenn man aufeinander zugeht - mit offenen Sinnen!

LG
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PS. Suedafrika wurde immer die "Apartheid" vorgeworfen. Wer im suedlichen Afrika gelebt hat weiss aber, dass Apartheid einfach bedeutet, dass ich verschiedene Kulturen habe. Auch in Deutschland gibt es Apartheid, wenn die Leute nicht gewillt sind, aufeinander zuzugehen oder einander zu akzeptieren!
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Re: Ein Aspekt pro Uruguay fuer mich

Neuer Beitragvon gaucho » Mittwoch 10. März 2010, 01:03

Liebe Cheetah,

mit allem grundsätzlich einverstanden.

Ich sage ja nur, es ist problematisch, von bestimmten Menschen zu fordern, sie müssen sich anpassen. Umgekehrt können diese auch nicht erwarten, dass dann in aller und jeder Form auf sie Rücksicht genommen werden muss. Die Amichen haben sich ja auch neben einer völlig umwälzenden Gesellschaft behauptet.

Ich war selbst zwei Wochen im Chaco, in Filadelfia und Umgebung, habe mit den Menschen dort geredet (Strössner-Zeit). Bei denen hat es sich ja auch nur soweit verändert, dass der modernere paraguaysche Staat sich daran erinnert hat, dass die Menonniten nicht souveräne Bürger eines eigenen Staates sind. Zweifelsohne haben die Mennoniten ganz beachtliches geleistet. Meine Mutter war vor ca. drei Jahren dort und hat mir von den Veränderungen berichtet.

Multikulti kann eine absolute Bereicherung sein - wenn wir nicht einem Teil der Gesellschaft zulassen, der Rest müsse nach deren Pfeife tanzen (Stichwort: Leitkultur).

Und umgekehrt, wird es problematisch, wenn frau/man sich einbildet, sich aus allem raushalten zu können.
gaucho
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