Bauvorschriften in Uruguay

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Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon geeandtee » Mittwoch 25. Dezember 2013, 20:24

Hallo - wir sind neu hier!

Ist doch tatsächlich das erste Mal, dass ich mich bei einem Forum anmelde - ein historischer Moment. Das zeigt wohl, wie ernst es uns ist :)

Wir (ich: Schweizerin, mein Mann: Deutscher) leben schon seit mehr als 15 Jahren in Italien, wo wir eine alte Mühle in Eigenregie umgebaut haben, in der wir jetzt schon eine ganze Weile wohnen. Inzwischen ist die Lage hier in Italien ganz furchtbar geworden, was Steuern und Abgaben und die Lebensqualität überhaupt betrifft. Pläne, Ideen und Träume werden von Bürokraten auf so perfide Weise platt gemacht, dass einem die Lust daran schon beinahe vergeht. Das darf nicht sein!

Wir hatten vor, hier ein Strohballen- bzw. Lehmhaus oder eine Kombination daraus zu bauen und dabei möglichst viele Arbeiten selbst zu machen, wie wir dies bereits schon zuvor erfolgreich mit unserer Mühle gemacht haben. Jetzt sieht es aber so aus, dass es nicht mehr erlaubt ist, selber zu bauen (geht dabei aber nur um Abgaben und nicht eigentlich darum, ob man etwas davon versteht) und dass man auch nicht ohne komplizierte Umstände irgendetwas 'Exotisches' bauen kann. Wir sind jetzt so frustriert, dass wir uns nach Alternativen umschauen, und sind dabei auf Uruguay gestossen. Sind schon fast soweit, unsere Koffer zu packen und abzureisen. Vorher möchten wir jedoch noch ein paar Dinge abklären (natürlich würden wir zuerst auch mal hinreisen, um zu sehen, ob es uns dort gefallen könnte).

Wie sieht es denn aus mit der vielgepriesenen Freiheit dort? Trifft dies wirklich zu? Wie sehen denn die Bauvorschriften aus? Sind die überall im Land gleich oder von Departamento zu Departamento unterschiedlich? Ist man sehr restriktiv oder eher locker? Wie sind die Uruguayer Neuem gegenüber eingestellt? Bin beim Suchen auf dem Internet auf folgende Aussage gestossen:


Interessant ist auch das Thema Bürokratie und Staatsgewalt. Wer hier meint der Staat lässt alles durchgehen, der sollte mal ein Haus kaufen und dann wieder verkaufen oder nur mal einen Hand an den Hausbau oder die Renovierung anlegen. Mit lockerem Leben und machen was man will, hat das nichts mehr zu tun, wenn es nicht einmal erlaubt ist, die eigene Hauswand zu streichen (in Einwandererforen gibts genug Infos darüber.)


Kann aber keine weiteren Posts finden, die dies bestätigen. Was ist eure Meinung dazu? Was habt ihr mit selber Bauen erlebt?
Wir sind dankbar für alle Erfahrungen eurerseits, die uns bei unserer Entscheidung weiterhelfen können.

Liebe Grüsse und schöne Weihnachten noch!
Gabriella
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Mittwoch 25. Dezember 2013, 22:41

Hallo Ganriella,
Wie sieht es denn aus mit der vielgepriesenen Freiheit dort? Trifft dies wirklich zu? Wie sehen denn die Bauvorschriften aus? Sind die überall im Land gleich oder von Departamento zu Departamento unterschiedlich? Ist man sehr restriktiv oder eher locker?

Die Leute in Uruguat haben viel Freiheit in jedem Sinn, manchmalkann man sogar sagen zu viel. Ein Deutscher erklärte es mir ganz einfach: In Deutschland ist alles verboten was nicht erlaubt spezifisch erlaubt ist, während in Uruguay alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist. Ich hoffe dies ist eine gültige Erklärung.

Mit Bauvorschriften kenn ich mich in den verschiedenen Bezirken nicht aus, aber eines ist gemein im ganzen Land: in Ortschaften muss man die Bauvorschriften respektieren, während auf Landgütern (zona rural) es keine gibt. Man kann selber bauen aber es ist ratsam sich vorher beraten zu lassen. Die Sozialabgaben im Bau sind hoch und diese fallen nicht aus wenn man selber baut. In diesem Sinn auch auf dem Land ist man gegen Anzeigen nicht geschützt, die dann tief in die Tasche gehen.

Auch sindaufdemLand die Dienstleistungen (Elektrizität, Telefon, Internet) nicht gleichgestellt wie in Ortschaftenm Leitungswasser gibt es nicht und um die Abwässer muss man sich selber kümmern und eine eigene Klärgrube bauen, die man von Zeit zu Zeit leeren lassen kann.

Grüsse,

Peter
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Mittwoch 25. Dezember 2013, 22:46

Hallo Gabriella,
Interessant ist auch das Thema Bürokratie und Staatsgewalt. Wer hier meint der Staat lässt alles durchgehen, der sollte mal ein Haus kaufen und dann wieder verkaufen oder nur mal einen Hand an den Hausbau oder die Renovierung anlegen. Mit lockerem Leben und machen was man will, hat das nichts mehr zu tun, wenn es nicht einmal erlaubt ist, die eigene Hauswand zu streichen (in Einwandererforen gibts genug Infos darüber.)

Wenn man hier ein Haus kauft mit der Absicht umzubauen, sollte man sich vorher erkundigen ab das Haus oder Bau nicht unter geschichtlichen oder kulturellen Schutz steht. Die Genehmigungen um solche Häuser umzubauen sind sehr schwer zu bekommen und da muss man ganz deutlich erklären welches die Absichten sind und warten bis diese Umbauten genehmigt werden.

Grüsse,

Peter
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon Martin » Donnerstag 26. Dezember 2013, 15:42

hi,,, das ist im Moment der grosse Boom hier,,, machen viele selbst, mein Nachbar auch http://www.republica.com.uy/las-casas-de-tierra/
es gibt auch hier eine Deutsche, die sogar Kurse in der Richtung anbietet,, musst mal suchen. nur wie gesagt, die Sache ist in der Grauzone,, wenn du das nicht anmeldest,
zwar gilt auch hier wie so oft: wo kein Kläger, da kein Richter, ich würde das Risiko allerdings nicht eingehen,, es wird alles immer schärfer hier kontrolliert und das ist auch gut,,, so mit Wild West ist da nicht mehr viel....die von meinem Vorkommentator so viel gepriesenen Freiheiten verschwinden.. besoffen Auto fahren,, unangemeldete Autos und andere Fahrzeuge ohne Papiere fahren, Grundstücke ungerechtfertigt in Besitz nehmen, Stromleitungen abzapfen,, na wenn das Freiheiten sind,, dann danke,, wirst spätestens dann merken,, wenn dir mal was passiert, wenn dich einer anscheisst oder wenn sie dich erwischen.. Aus den vielen Grossmäulern, die hier rumrennen und die abenteuerlichsten Stories erzählen sind viele kleinlaute Kleinmäuler geworden, die ihre Strafen abstottern.
ach ja und du musst ja nicht meinen, dass es hier billig ist. da wäre dann schon Bolivien oder Paraguay interessanter. Uruguay strebt in vielen Dingen Richtung europäische Normen, und das macht den meisten auch nichts, da sie es eh schon gewohnt sind, zig Tausende haben in Spanien gearbeitet und kommen jetzt wieder.
Martin
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon geeandtee » Donnerstag 26. Dezember 2013, 17:55

Danke euch zwei für eure Antworten!
Ist interessant, dass die Meinungen offenbar auseinandergehen :) .
Heisst das denn jetzt, dass eigentlich nichts wirklich erlaubt ist, dass man es aber einfach tut und hofft, nicht angezeigt zu werden?
Wir sind eher an einem Grundstück auf dem Lande interessiert - auch da wird es doch sicherlich irgendwelche Vorschriften geben, oder nicht? Was wir ganz bestimmt nicht wollen, ist auf irgendeine Weise bescheissen, um dann sozusagen 'ausgeliefert' zu sein, d.h. darauf hoffen zu müssen, nicht angezeigt zu werden. Dieses System kennen wir zur Genüge von hier in Italien und es macht überhaupt keinen Spass. Hier sind die Vorschriften inzwischen so streng geworden, dass man sich gar nicht mehr daran halten kann, auch wenn man dies noch so möchte. So hat sich der Staat eigentlich selber Schach matt gesetzt. Keiner baut mehr etwas, niemand kauft etwas, verkaufen muss man unter Preis etc. Und eigentlich wollte die Regierung ja die Bautätigkeit wieder ankurbeln - ist ganz schön in die Hose gegangen...
Wie läuft das denn normalerweise in Uruguay? Man sieht ein Grundstück, das einen interessiert, schaut es sich an, es gefällt einem und man möchte es gerne kaufen. Wie kann ich herausfinden, was darauf tatsächlich erlaubt ist? Sprich: Gibt es zum Beispiel eine Quadratmeterzahl, die man bebauen darf? Ist man als Bauer etwas freier in dem, was man realisieren darf oder gelten da dieselben Regeln? Werden auf Tourismus ausgerichtete Projekte (ev. in Kombination mit Landwirtschaft) vielleicht eher genehmigt?
Ich kann gut damit leben, dass man nicht besoffen Auto fahren und den Strom des Nachbarn klauen darf - das läuft für mich nicht wirklich unter 'persönliche Freiheit'. Kann man aber eigene Ideen und Träume realisieren, ohne dass einem von allen Seiten her Knüppel zwischen die Beine geworfen werden?
Was die Preise betrifft, so denke ich, sind Grundstücke und Häuser doch noch einiges günstiger als hier im guten alten Europa. Zumindest was wir bis jetzt auf dem Internet so gesehen haben (es gab da ein paar Grundstücke zwischen $ 20'000 und 75'000 mit megaviel Land - von dem kann man hier nur träumen :) ). Oder haben wir da vielleicht etwas übersehen? Sind die Gebühren sehr hoch, wenn man ein Grundstück erwirbt?
geeandtee
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Donnerstag 26. Dezember 2013, 21:57

Wir sind eher an einem Grundstück auf dem Lande interessiert - auch da wird es doch sicherlich irgendwelche Vorschriften geben, oder nicht?

In einer vorigen Antwort sagte ich ganz klar und deutlich dass es auf dem Land keine Bauvorschriften gibt. Nur sollte man sich bei der BPS (sozialabgaben) melden und beitragen, denn da kann es zu Schwierigkeiten kommen wenn man angezeigt wird.
Nochmal: auf einem Landgut gibt es keine Bauvorschriften. Nur wenn man etas kauft wo zum Beispiel etwas richtig altes drauf ist, sollte man sich erkundigen ob was schon gebaut ist unter Denkmalschutz steht. Da gibt es spezifische Vorschriften und spezielle Genehmigungen um umzubauen.

Auf Deinem Landgut kannst Du dann mehr oder weniger machen was Du möchtest. Es gibt bestimmte beschränkungen bei sehr guten Boden, besonders mit Bewaldung.

Mit Einer Preisvorstellung von USD 20.000 bis 75.000 wird die Auswahl nicht gross sein und das Landgut eher klein.
Bei einem Kauf eines Eigentums (Grundstück, Landgut oder Haus) sollte man mit 3% für den Makler, 3% für den Notar und ca. 3% Erwerbsteuer rechnen. Bei Makler und Notar muss man noch die 22% MWSt auf die 3% rechnen.
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon Martin » Freitag 27. Dezember 2013, 18:08

wenn der Vorkommentator von kleinen Grundstücken redet, dann hat er ein Problem zwischen europäischen und südamerikanischen Verhältnissen,, ne Feundin von mit verkauft ein Grundstück für 3700 Dollar pro Hektar in Lavalleja, das gesamte Terrain hat 100 ha.,, da kann man sich ja dann locker mal ausrechnen wie viel Hektar man dafür bekommt. In Europa gibts da nicht viel dafür. das ist sicher. Ok, was die Bodenbeschaffenheit anbelangt, kann ich jetzt wenig dazu sagen, aber das stand ja auch nicht zur Debatte. Ging ja nur rein um die Preisvostellung., es gibt auch noch genügend anderes.
Martin
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Freitag 27. Dezember 2013, 18:37

Martin,

Du redest von einer Investition die mehr als 10 Mal höher ist als die geplante. Du redest von USD 370.000 und die geplante Investition liegt zwischen USD 20.000 und USD 75.000. Three cheers for the little difference.
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Freitag 27. Dezember 2013, 18:42

. . .
Zuletzt geändert von antaresuy am Freitag 27. Dezember 2013, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Freitag 27. Dezember 2013, 18:49

Normalerweise ist es so, dass die Landgutpreise in grossen Landgütern pro Ha niedriger sind als bei kleinen Landgütern. Auch ist ganz wichtig wie gut der Boden ist. In Colonia zum Beispiel bekommt man praktisch kein Landgut unter USD 10.000 pro Ha. Ich kenne jemanden der vor 20 Jahren 1.800 Ha gekauft hat (vor dem Boom) und USD 670 pro Ha. Bezahlt hat. Heute ist es ca. 10 Mal teurer.

Sie werden aber selber schlau werden wenn die Suche beginnt.
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon Martin » Freitag 27. Dezember 2013, 19:47

es war eher so gemeint, dass das gesamte Grundstück 100 ha hat,, diese man aber nicht gesamt kaufen muss.. so wie es aber in der Zukunft auf dem Land aussehen wird, kann dort kein Grundstück mehr kleiner als 5 ha erworben werden.. sagt mir zumindest eine Immobilienhändlerin gerade,,,, aber vielleicht weiss das der Peter ja besser,
Martin
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon geeandtee » Samstag 28. Dezember 2013, 10:26

Hallo nochmal.

Wenn ich einen Einwanderungshelfer und/oder Immobilienmakler suchen würde, hätte ich das gesagt bzw. mich direkt an diese gewendet. Was ich suche, sind möglichst unparteiische Informationen, auf deren Grundlage ich mir guten Gewissens eine eigene Meinung bilden kann.

Wenn ich frage, ob man in Uruguay selber sein eigenes Haus bauen darf, dann meine ich nicht, ob man selber jemanden bezahlen kann, sein eigenes Haus zu bauen, sondern ob man es mit den eigenen Händen tun darf, ohne Probleme zu bekommen.

Und wenn ich frage, ob es Vorschriften gibt und welche, dann nicht, um diese zu umgehen, sondern um mir ein Bild davon zu machen, ob Auswandern nach Uruguay tatsächlich unsere Lebensumstände verbessern könnte, indem es uns ermöglicht unsere Träume und Ideen zu verwirklichen, nämlich ein eigenes Stroh-/Lehmhaus zu bauen auf einem relativ grossen Grundstück auf dem Lande, auf dem wir auch etwas Landwirtschaft betreiben und ein paar kleine Wohneinheiten für Touristen in möglichst freier Natur anbieten möchten.

Dazu würden wir unser Haus hier in Italien verkaufen, in dem unser ganzes Herzblut und unser Kapital steckt. Wir haben also schon einmal unsere gesamte Energie und Kraft in einen Traum gesteckt, und diesen tatsächlich auch verwirklicht. Dies alles hier aufzugeben, um woanders hin zu gehen, muss also schon Hand und Fuss haben und darf nicht damit enden, dass wir vom Regen in die Traufe gelangen. Abgesehen vom Steuer- und Korruptionschaos, das hier herrscht, lebt es sich hier nämlich auch nicht schlecht. Klima, Flora und Fauna und die Landschaft sind wirklich wunderschön. Was uns zu schaffen macht, ist, dass man nichts mehr bewerkstelligen kann, ohne zu bescheissen bzw. bescheissen zu müssen. Kurz gesagt: Der italienische Staat steckt tief in der Scheisse und versucht seine Probleme zu lösen, indem er den Bürger melkt. Dies hat er zwar schon früher getan, und auch damals hat jeder beschissen - aber da war es noch 'normal', will heissen, der Staat wusste es und der Bürger wusste es, war aber ok. Jetzt wird die Schraube hochgedreht und es werden Gesetze erlassen, die in der Realität gar nicht durchgesetzt werden können, wodurch eben jeder noch mehr zum Bescheissen gezwungen wird und so weiter und so weiter...

Habe jetzt aber unter einem anderen Thema in diesem Forum (Hausbau und Renovierungen + BPS) gelesen, dass es auch in Uruguay nicht möglich ist, selber Hand anzulegen, ohne beweisen zu können, dass man über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt und - darum geht es doch am Ende überall - die Abgaben bezahlt. Ist auch in Ordnung, so lange sich diese in einem einigermassen vernüftigen Rahmen bewegen und - was fast noch wichtiger ist - irgendwie kalkulierbar sind. Was stimmt denn nun jetzt: Kann man - ohne allzu grossen Aufwand - selber etwas bauen und dafür diese BPS-Abgaben bezahlen oder kann man nicht?

Unter wieder einem anderen Thema - nämlich 'Startkapital zum Auswandern?" - habe ich Folgendes gelesen:

Hast Du ein sicheres Einkommen von mindestens 2000 und ein Anfangskapital von ca. 100.000 Euro, dann kannst Du kommen. Damit kannst Du Dir eine anständige Wohnung kaufen (nicht übermässig gross) und kommst jeden Monat über die Runden. Ohne Auto aber, denn Auto ist in Uruguay ein teures Ding. Du wirst jede Woche einmal gut ausgehen können zum Essen und musst nicht gerade immer sparen mit diesem Einkommen, aber auf keinen Fall kannst Du leichtsinnig damit losziehen.


Wenn ich ein sicheres Einkommen von mindestens 2000 Euro im Monat brauche und damit grad so über die Runden komme in Uruguay (wohlgemerkt, ohne Miete zu zahlen und ohne ein Auto zu finanzieren), heisst das für mich, dass das Leben in Uruguay nicht nur teuer, sondern sauteuer ist. Irgendetwas in mir sagt mir jedoch, dass da etwas nicht stimmen kann. Geht es bei dieser Angabe darum, dass nur "Reiche" zum Auswandern motiviert werden sollen? Was würde ein Uruguayer zu einer solchen Aussage meinen? Wie sehen das andere?
geeandtee
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon antaresuy » Samstag 28. Dezember 2013, 12:47

Hallo,

Hat irgend jemand erwähnt dass man nicht selber tätig sein darf? Ich habe es nicht erwähnt. Was ich sagte ist, dass man sich bei der BPS anmelden muss und die Sozialabgaben zahlen muss. Eines hat mit dem anderen nichts zu tun.

Da wo es keine Bauvorschriften gibt, kann man machen was man will. Dort wo es Bauvorschriften gibt, braucht man mindestens einen Architekten der die Pläne unterschreibt und kontrolliert dass Du Dich nach den Plänen richtest. Es heisst nicht, dass man Bauarbeiter einstellen muss, man kann es selber machen, aber wieder muss man sich bei der BPS eintragen und die Sozialabgaben zahlen.

Das Beste ist einmal selber kommen und sich umzuschauen. Ein Auto mieten, rumzufahren und viel fragen. Die Leute in Uruguay sind hilfsbereit und werden sicher alle Fragen beantworten. Wenn mann dann durchs Land fährt kann man sich nach kleinen Landgütern umschauen. Eines soll Euch aber klar sein, immer nach kleinen Landütern fragen, denn die Mittelklasse beginnt hier bei 100 Ha. Es sind andere Massstäbe als in Europa. Für Viehzucht wird hier mit 1 Ha pro Rind gerechnet, weil die Tiere das ganze Jahr über auf der Wiese stehen.
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Re: Bauvorschriften in Uruguay

Neuer Beitragvon Martin » Montag 30. Dezember 2013, 18:45

richtig,,, so scheint es mir auch,,, nur gut situierte Einwanderer oder die mit einer entsprechenden Ausbildung sollen kommen,, reich nicht gerade,,, mit 2000 Dollar ist man nicht reich. und hier schon gar nicht,,,, schau dich mal um was eine Familie hier im Schnitt verdient,,, ( muss man relativieren aber andere Zahlen bekommst du in D auch nicht) http://www.ine.gub.uy/socio-demografico ... os2008.asp
mit Einwanderern haben die hier kein Problem,, die jungen gut ausgebildeten Spanier kommen gern .
na ja was der Peter sagt hat zwar im Grunde seinen Sinn, aber ich bezweifle,dass du ohne Kenntnisse hier eine ehrliche Meinung bekommst, am besten Internet oder halt sich viel Zeit nehmen.... eins ist sicher, leichter wird es nicht mehr,,, in ganz Südamerika nicht und wo anders auch nicht.. die lernen alle dazu. es gibt nichts Perfektes,, wenn du wenig Korruption haben willst, musst du andere "Nachteile" in Kauf nehmen. ich habe bis heute noch keinen Cent hier geschmiert. Kenne aber genug, die es gemacht haben, denn ansonsten würde der Container noch heute im Hafen vor sich hingammeln.
Martin
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Re: Bauvorschriften in Uruguay,

Neuer Beitragvon carlos » Donnerstag 20. März 2014, 08:59

Hallo geeandtee,
Uruguay ist als Auswanderland auch auf meinem Radar gelandet.
Wann werdet ihr nach Uruguay fahren? Oder ist das Thema nicht mehr akut?
Ich beabsichtige heuer das Land zu besuchen. Habe bisher einen Bauernhof zur Selbstversorgung mit 2 Hektar. Das wird mir auf Dauer zu wenig, Will was größeres.
Am besten auch mit etwas Erwerb. Suche daher kleinen Hof in einer Gegend in der Bio- Anbau möglich ist. Es also keine Nachbarn mit Chemieplantagen gibt.
Vielleicht können wir uns ja Austauschen. Europa ( EU) will ich eher verlassen.
Ich denke dieses von Banken und Großkonzernen gelenkte, korrupte Europa wird die Steuerschraube immer weiter anziehen, noch mehr Bürokratie bringen und immer mehr zu einem freiheitsfeindlichen Gebilde werden. Da könnte Uruquay durchaus eine Alternative werden.
Beste Grüße
Carl


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