Auswandern die II.

Fragen und Antworten zum Thema Auswandern nach Uruguay:
Über das Auswandern, Einwandern, diesbezügliche Tips, Vorschriften und Regeln.

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Auswandern die II.

Neuer Beitragvon angelikaaleman » Montag 18. August 2014, 15:54

Hallo an Alle!

Wir, mein Mann und ich, leben seit 6 Jahren in Chile (Patagonien) und davor einige Jahre in Spanien. Die Idee war, solange noch physisch möglich, sich Lateinamerika aus der Nähe zu betrachten. Patagonien, das weiß man aus Funk und Fernsehen, ist die pure Freiheit und wird immer wieder gerne als mystisch und abenteuerlich bezeichnet. Nun, nach 6 Jahren hier können wir nur milde lächeln über so manche Phantasie einiger Urlauber. Denn das Leben hier funktioniert komplett anders. Besonders, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist. Die lateinamerikanische Philosophie heißt "arbeiten um (grade) so zu leben" und nicht "lebe um zu arbeiten". Dies zieht sich durch alle Schichten hier. Da kann man als Deutscher schon hin und wieder (innerlich) völlig verzweifeln. Aber wie wir auch inzwischen schmerzhaft lernen mussten, werden nicht wir die Chilenen ändern, sie ändern uns. Dies gilt für alle Einwanderer, egal woher. Hilfe von Einheimischen kostet IMMER, gleich ob Geld oder Nerven oder mitunter unschöne Erfahrungen. Damit muss man sich abfinden. Das Leben hier, entgegen der Vorstellung vieler Neulinge, Touristen und Ahnungslosen, ist im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommensniveau (ca. 350.000 Chilenischen Pesos/ca. 500 Euro) teuer. Darüber hinaus eingeschränkt. Sie bekommen nicht immer alles zu jeder Zeit. Von manchen (wirklich praktischen Dingen) hat man hier noch nie etwas gehört. Oft fühlt man sich, als würde man aus der Zukunft kommen. Ja und natürlich bekommt man immer noch "Heimweh"-Gefühle, allerdings zunehmend abnehmend. Zur Zeit, das wisst ihr sicher alle, tobt totales Chaos in Europa, die Menschen wissen nicht mehr was morgen sein wird. Viele Experten prophezeien schon jetzt einen Auswanderungsrun auf/nach Südamerika. Ich denke in den nächsten Jahren (oder sogar nur noch Monaten) werden die Regierungen Südamerikas ihre Einwanderungskriterien überdenken müssen, um sich selbst zu schützen.
Dies ist nicht der Grund, warum wir über einen Ortswechsel nachdenken. Wir möchten einfach noch einmal ein anderes südamerikanisches Land kennen- und lieben lernen. Vom rauen Süden Chiles in die wärmeren Gefilden Uruguays.
Nun habe ich mich hier ein bisschen im Forum umgeschaut und stelle fest, dass sich in den letzten Jahren zwar einige mit dem Gedanken getragen haben (von DE) nach Uruguay auszuwandern, jedoch auf massive Kritik und gut gemeinte Ratschläge bis hin zu Abwehrreaktionen gestoßen sind. Teils weil sie völlig planlos vorgehen, teils weil die Beweggründe mehr als zweifelhaft sind. Trotzdem, das haben wir auch gesehen und gelernt, lassen sich die meisten Menschen (das scheint in der DNA so vorgesehen) nicht belehren. Bekanntlich wird man (nur) aus Schaden klug.
Mich würde interessieren, was ist aus Ihnen geworden? Wie haben Sie Ihre Einwanderung erlebt und welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?
Von den anderen, die es schon im ersten Anlauf und ohne Scherben in DE hinterlassen zu haben geschafft haben, würde ich gerne wissen wollen, wie lebt es sich in Uruguay? Natürlich lässt es sich (überall auf der Welt) mit einem großen Vermögen wesentlich besser leben als ohne. Dies bedarf keiner besonderen Erklärung. Meine Neugier geht dahin, wie lebt es sich in der Nähe der Großstadt und wie auf dem Land. Wie kommen Sie mit den Einheimischen klar und was von Ihrem Auswandertraum hat sich realisieren lassen und was nicht?
Wie sehen Sie, die Sie nun schon einige Jahre in Uruguay leben, die politische Entwicklung des Landes? Quo vadis?

Nein, ich bin keine Journalistin und ich mache auch keine Doku oder dergleichen. Die Recherche dient rein privatem Interesse. Natürlich werden wir Uruguay zuerst bereisen und uns umschauen aber, ich denke da werden mir die meisten zustimmen, das meiste (und der Wahrheit am nächsten) erfährt man doch von denen, die schon da leben.

Ich würde mich also sehr freuen, wenn Sie meiner Neugier Futter gäben, womit sich etwas anfangen lässt.

Ich freue mich auf Ihre informativen Antworten!!
Beste Grüße aus Chile
Angelika

Re: Auswandern die II.

Neuer Beitragvon Cheetah » Montag 18. August 2014, 16:59

Hallo Angelika,

zunaechst ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Im Moment mache ich nur eine kurze Pause von meiner Arbeit an diesem wunderschoen-sonnigen Noch-Wintertag.

Im Vorfeld nur so viel: Ich lebe nun fast 10 Jahre in Uruguay, und zwar im laendlichen Bereich der Sierra von Maldonado, und habe noch keinen einzigen Tag bereut diesen Schritt getan zu haben.

Liebe Gruesse nach Chile
Cheetah
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Re: Auswandern die II.

Neuer Beitragvon angelikaaleman » Montag 18. August 2014, 17:07

Hallo Cheetah,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort! Das klingt sehr gut....Ihre Pause an einem sonnigen Wintertag.

Da Sie schreiben "nur im Vorfeld", darf ich auf eine ausführliche Antwort hoffen?? Gerne können Sie mir auch ein privates Mail schicken an angelikaaleman@gmail.com

Vielen lieben Dank für die freundliche Begrüßung und weiterhin frohes Schaffen!

Liebe Grüße von hier nach da
Angelika

Re: Auswandern die II.

Neuer Beitragvon Ralph » Montag 18. August 2014, 19:46

Hallo Angelika,

das war eine super Vorstellung.

Du kannst ab sofort PMs empfangen und schreiben.

LG Ralph
Liebe Grüße, Ralph
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Ralph
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Re: Auswandern die II.

Neuer Beitragvon angelikaaleman » Montag 18. August 2014, 20:18

Hallo Ralph,

vielen Dank für die erteilte "Schreibmacht" :)

Ich freue mich, so nett in dieses Forum aufgenommen worden zu sein. Dies dient als Treibstoff weiter vorzustoßen.

Estamos en contacto.

Viele Grüße
Angelika


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