"Wo wohnen in Uruguay? In Montevideo oder am Meer?"
Eine diesbezüglich Frage von Sima wurde von Manfred so beantwortet:
Manfred hat geschrieben:Hallo Sima,
willkommen im Forum und in Uruguay! Daß ihr euch erst einmal Land und Leute in Ruhe anschauen wollt, ist das Vernünftigste, was ihr tun könnt. Vermutlich wird euch am Ende eurer Erkundungstour die uruguayische Südküste am besten gefallen, genauer gesagt der Küstenstreifen zwischen Montevideo und Punta del Este, wie das bei den allermeisten Einwanderern der Fall ist - nicht nur, weil es dort landschaftlich schön und das Meer in der Nähe ist, sondern auch weil hier der Großteil der Leute lebt, und wenn man mit irgendwas sein Geld verdienen muss, ist eine dichter besiedelte Umgebung einfach besser als eine Einöde, auch wenn diese noch so paradiesisch sein mag.
Aktuelle Mietpreise findet ihr zuhauf auf Buscandocasa.com, wenn ihr dort auf "Alquileres Anuales" drückt. Die angegebenen Mieten sind die Monatsmieten bei Jahres- oder Zweijahresmietverträgen. Falls zusätzlich Nebenkosten zu bezahlen sind, stehen diese unter dem Icon mit den vielen Figuren.
Jetzt kennt ihr natürlich die unterschiedlichen Wohngegenden und Stadtviertel nicht. Zum Beispiel Montevideo: Die schicken Viertel sind Carrasco (nicht Carrasco Norte!), Punta Gorda, Buceo, Pocitos, Punta Carretas und Parque Rodó. Die liegen alle im Südteil der Stadt, am Rio de la Plata.
Preiswerter, in aller Regel mit weniger 'Komfort', aber trotzdem noch in Ordnung sind die Viertel Malvin, Palermo und Barrio Sur, die auch alle am Rio de la Plata liegen, sowie Centro, Cordón und Pocitos Nuevo, ebenfalls im Südteil der Stadt, aber nicht unmittelbar an den Rio de la Plata grenzend.
Eine Zwischenstellung nimmt die Ciudad Vieja (Altstadt) ein. Hier sind einige Straßenzüge in Ordnung (d.h. in diesem Fall: sicher), vor allem die, die im Zentrum der Altstadt liegen. Die anderen sind zum Wohnen nicht so empfehlenswert.
Andere Viertel der Hauptstadt sind m.E. für Ausländer nicht als Wohngegenden geeignet. Für diesen Satz werde ich womöglich einige fragende Blicke ernten oder vielleicht sogar einen auf die Mütze bekommen. Aber das ist einfach so. Die Leser dieses Forums wollen Infos und Erfahrungswerte, hier sind sie. Jeder kann natürlich machen, was er will.
Eine Auflistung der Stadtviertel Montevideos nebst Lageplan gibt es hier auf Wikipedia.
In der Ciudad de la Costa (östlich Montevideos, bis einschl. El Pinar) ist alles, was nördlich ("Norte") der Bundesstraße "Ruta Interbalnearia" liegt, weniger empfehlenswert. Auch an der darauf nach Osten folgenden Costa de Oro (zwischen dem Arroyo Pando und dem Arroyo Solís Grande bzw. von Neptunia bis einschl. Jaureguiberry) gilt diese Faustregel, wenn auch mit Einschränkungen, vor allem bis einschl. Parque del Plata.
Nach diesen eher allgemeinen Ausführungen, die wahrscheinlich nur von denen verstanden wurden, die hier leben, wieder zurück zu eurem konkreten Anliegen.
Die Uruguayer mögen in aller Regel keine Kurzzeitvermietungen, sondern nur Mietverträge mit einem Jahr oder mehr Laufzeit. Vor allem in Montevideo ist das so. D.h. es dürfte nicht einfach sein für nur zwei Monate oder wenige Wochen ein Haus oder eine Wohnung in der Hauptstadt zu finden. Was nicht heißt, daß das unmöglich sei.
Außerhalb Montevideos, z.B. in der Ciudad de la Costa, ist das schon einfacher - dann allerdings mit höheren Mieten als den auf Buscandocasa.com angegebenen für Jahresmietverträge.
Fragt einfach weiter, und wir werden euch antwortern.

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