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Neuer Beitragvon antaresuy » Samstag 3. September 2011, 19:07

Hallo alle,

heute bin ich dran einen intgeressanten Link zu posten über das Thema "One Laptop per Child", einheimisch Plan Ceibal genannt.

http://tvthek.orf.at/programs/1328-Weltjournal

Gruss,
Peter Stross
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Re: Plan Ceibal

Neuer Beitragvon ATA » Samstag 3. September 2011, 20:06

antaresuy hat geschrieben:Hallo alle,

heute bin ich dran einen intgeressanten Link zu posten über das Thema "One Laptop per Child", einheimisch Plan Ceibal genannt.

http://tvthek.orf.at/programs/1328-Weltjournal

Hier kann man die vielen Unterschiede zu Deutschland sehen. Per Pferd zur Schule, wäre in D kein Zeichen von Armut sondern eines von Snobismus oder Angeberei. Mittagessen in der Schule kann sich das arme Uruguay leisten. Das reiche Deutschland gerät bei Schullessen schon fast an den sozialen Abgrund der Gesellschaft. Uruguay praktiziert Bildung für reich und arm. Aber in D wird nur von Bildung für alle geredet. Aus elitären Gründen aber nur schwerpunktmäßig für Kindern von Leistungsträgern problemlos unterstützt. Armut und Kinderreichtum gehören irgendwie zusammen. Und erstaunlich: Die Laptops wurden zuerst auf dem dünnbesiedeltem, armen Lande, dann erst in der Hauptstadt Montevideo eingesetzt. Ein Zeichen, das es nicht nur eine politische Albihandlung vom damaligen Präsident Vazqeuz war und er es mit Bildung für arme ernst meinte. Wenn ich in D an das Geschwafele einer Arbeitsministerin diesbezüglich denken würde. Ogotto gott.
Vielleicht wird es in Zukunft weniger Gauchos, dafür mehr Progammierer in Uruguay geben. Religion wird nicht in urug. Schulen gelehrt. Sehr positiv! Das würde in D gewisse religiöse Probleme erst gar nicht entstehen lassen. Positiv auch das die Laptops mit dem kostenlosen Betriebsystem Linux laufen und das der Präsident auf die Blockadehaltung der Lehrerschaft pfeifte und die Laptops gegen ihren Willen durchsetzte. In D wohl so nicht möglich.
Uruguay zeigt, das es auch anders gehen kann, wenn es nur politisch gewollt ist. und da liegt in D, bzw.in Europa oder im Rest der Welt das Problem.
Letzlich kann der Computer aber kein Allheilmittel sein, um die sozialen Probleme Uruguays zu lösen. Aber er wird seinen Teil dazu beitragen. Und Präsident Mujica geht weiter diesen Weg. Ein Präsident, dem 10 000 Euro Gehalt zustehen. Er aber nur 3000 Euro für sich und seine Frau behält und weiter in einfachen Verhältnis lebt. Ein einmaliger Präsident in dieser Welt. Und wer Pepe Mujica mit dem deutschen Bundespräsident Wulff vergleicht, erkennt den gewaltigen Unterschied bei der moralischen Haltung und dem materiellen Anspruch beider Seiten.
Leben und leben lassen!
ATA
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Re: Plan Ceibal

Neuer Beitragvon antaresuy » Samstag 3. September 2011, 20:15

Hallo ATa,
Und Präsident Mujica geht weiter diesen Weg. Ein Präsident, dem 10 000 Euro Gehalt zustehen. Er aber nur 3000 Euro für sich und seine Frau behält und weiter in einfachen Verhältnis lebt.

Du vergisst aber dass seine Frau als Senatorin auch ein Gehalt bekommt (ca. €7500) und davon ist nicht die Rede. Also bleibt für lokalen Standar doch ein schönes Sümmchen im Hause.

Gruss,
Peter Stross
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Re: Plan Ceibal

Neuer Beitragvon ATA » Sonntag 4. September 2011, 08:45

antaresuy hat geschrieben:Hallo ATa,
Und Präsident Mujica geht weiter diesen Weg. Ein Präsident, dem 10 000 Euro Gehalt zustehen. Er aber nur 3000 Euro für sich und seine Frau behält und weiter in einfachen Verhältnis lebt.

Du vergisst aber dass seine Frau als Senatorin auch ein Gehalt bekommt (ca. €7500) und davon ist nicht die Rede. Also bleibt für lokalen Standar doch ein schönes Sümmchen im Hause.

Gruss,

Trotzdem ist es ein einmaliger Vorgang in der Präsidentenwelt. Gut, gemessen an dem Einkommen eines Müllsammlers in Montevideo ist dies ein fürstliches Einkommen. Aber bedenke, das die Lebenhaltungskosten im Prinzip in Uruguay ähnlich der in Deutschland sind. Somit verdienen beide soviel, wie ein Bürgermeister einer deutschen Kleinstadt mit etwa 25.000 Einwohnern. Und das hochpreisge Pimmelpammel um den deutschen Bundespräsident samt seiner First Lady ist Mujica sicherlich nicht so geläufig. Dazu kommt der Anspruch auf einer Überversorgung eines deutschen BP nach seiner 1 Amtszeit von ( EX BP Köhler vegetiert davon) 17500 Euro "Ehrensold" pro Monat fürs NIchtstun. Zusätzlich hat er Anspruch auf hochwertigen Dienstwagen plus Privatchauffeur, hochwertige Büroräume mit entsprechender Büroausstattung und Privatsekretärin Und, er muß nicht bis 67 Jahren warten. Er kann schon mit mitte 50 in Pension gehen. Nämlich sofort nach seiner ersten Amtsperiode oder noch früher, falls er sich entschließt, wegen "Überlastung, in welcher Form auch immer" alles hinzuschmeißen. Diese großzügige finanzielle Absicherung für Politiker irritiert so manchen Bundesbürger. Er fragt sich, ist Deutschland nun ein armer oder reicher Staat. Wenn reich, warum wird dann die Altersarmut zukünftig dein unkalkuliertes Problem werden?
Leben und leben lassen!
ATA
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