Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

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Neuer Beitragvon Cheetah » Montag 15. August 2011, 22:41

Die Zeitung "El Pais" von heute berichtet ueber zunehmende Diebstaehle und Raubueberfaelle in der "Ciudad Vieja", der Altstadt von Montevideo. Vorsicht ist also geboten, selbst im bekannten Touristenziel Mercado del Puerto:

http://www.elpais.com.uy/110815/pciuda- ... -turistas/

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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Dienstag 16. August 2011, 16:41

Cheetah hat geschrieben:Die Zeitung "El Pais" von heute berichtet ueber zunehmende Diebstaehle und Raubueberfaelle in der "Ciudad Vieja", der Altstadt von Montevideo. Vorsicht ist also geboten, selbst im bekannten Touristenziel Mercado del Puerto:

http://www.elpais.com.uy/110815/pciuda- ... -turistas/

Was ist los in Montevideo?
Nun, hier ein paar Zahlen von der Monte-Polizei:
45% der Raubüberfälle haben einen erbeuteten Wert unter 500 $. 8% haben einen Warenwert von über 10.000 $.
Von Januar bis Juli diese Jahres wurden durchschnittlich 22 Delikte pro Tag bearbeitet, Während dieser Zeit gingen von 4246 Tätern 3278 auf Staatskosten einsitzen und die restlichen 968 brauchten wegen kleinerer Delikte diesen Service des Staates Uruguay nicht in Anspruch nehmen. Spitze war der Tag vom 11 auf den 12 August 2011 mit 49 angezeigten Straftaten.
Übrigends beschließt Innenminister Eduardo Bonomi das Gefängnis Rocha im Dezember dieses Jahres zu schließen. Dort brach im Juli 2010 ein Brand aus, den 12 Insassen nicht überlebten.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Dienstag 16. August 2011, 17:31

Nicht erst seit der Randale in Großbritannien wird immer deutlicher, das die Kriminalität und die Unsicherheit in der Bevölkerung stetig steigt. Seitens der Politik wird nur verbal alles versprochen, dies ändern zu wollen. In der Praxis zeigt es sich aber, dass immer mehr Personal bei der Polizei eingespart wird. (Auch in Großbritannien!!!) Es fehlt hierfür angeblich an Geld. Sollten jedoch Wahlen kurz bevor stehen, kommen naturgemäß die politischen Absichten Personal aufstocken zu wollen. Nach den Wahlen: Nix mit Aufstockung!! Nun ist wieder Ruhe angesagt und es wird gespart und gespart. Nur an der falschen Stelle.
Warum dies? Ganz einfach. Aus dem gleichen Grund warum es unmöglich ist, von Einkommensmillionären eine 1%ige Vermögenssteuer einzufordern, die für die Betroffenen kaum merklich ist, aber z.B. zielgerichtet für jugendliche Bildung o.ä.eingesetzt werden könnte. Wesentlich leichter fällt es dagegen, die sozial Schwachen zur Kasse zu bitten. Analog dazu: Wer ist den Opfer der Kriminalität? Erstaunlich wenige Einkommensmillionäre. Währen sie die hauptsächlich beklauten,...man glaubt es kaum ... so würde schnellstens das Polizeipersonal aufgestockt worden.
So kann vieles erklärt werden. Auch, Moin Hormiga, die momentanen Unruhen in Israel, die wegen soziale Ungerechtigkeit immer stärker sich auswachsen.
Klar, das der über alles alles (un)beliebte Bundespräsident Christian Wulff, zu seiner Zeit als Ministerpräsident natürlich auch versprochen hatte, die Polizei personell aufzustocken. Nach den Wahlen bis heute wurde erkennbar, Es fehlt weiterhin dringend in Niedersachsen an Polizeipersonal.
Was lernen wir daraus? Überall auf der Welt hat sich der Homo Sapiens verbreitet. Und somit wird überall auf der Welt gleich gehandelt oder auch nicht. Da fällt mir das Märchen der Gebrüder Grimm, vom Tischlein deckt dich ein., Besonders dabei der "Knüppel aus dem Sack". Alle diesbezüglichern Politiker in einem Sack stecken, den Knüppel aus dem Sack zaubern und ihn walten und schalten lassen. Er wird 100% immer den richtigen treffen. Vielleicht haben wir dann statt sauteure EU- Rettungsschirme mehr Polizeipersonal und sichere Strassen in Europa. Oder wir hätten eine Welt ohne Politiker, denn wer läßt sich gerne verhauen. Dazu noch begründet.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Mittwoch 17. August 2011, 10:08

Toll sind so einige Politiker. Nehmen wir Pedro Vazquez. Da gibt es eine stetig steigene Kriminalität in Urugay (weltweit!)unter den immer jünger werdenen Jugendlichen. Gesellschaft, Politik und Opposition haben in der Vergangenheit nichts da zu beigetragen, dass dies verhindert wurde , weil sie ständig zerstritten sind oder weil es real einfach nicht möglich ist. Da diese Jugendlichen nun nicht mehr nur mit Eis essen zufrieden sind, sondern auch stattdessen gerne mal einen (bewaffneten)Raubüberfall machen, hat Präsident Pepe Mujica erkannt, wer alt genug für Kriminalität ist, ist auch alt genug für entsprechende Strafen.
Und Vazquez glaubt wirklich daran oder ist es einfach nur Tatik, die ihm irgendwelche Vorteile für seine Karriere bietet? Das Strafmündigkeitsalter zu senken löst nicht das Problem sondern es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, Regierung und Opposition, diese Problematik zu lösen. Aber die hat doch bisher total versagt. Welche konkreten Überlegungen gibt es denn schon, die dieses Problem mit Sicherheit lösen werden? Sicherlich nichts konkretes sondern nur blah blah. Bis die Gesellschaft , Opposition und Regierung wirklich einmal einen eindeutigen Lösungsvorschlag erfunden haben, sollte ein 10 jähriger Räuber auch harte Konsequenzen zu spüren bekommen und nicht einfach mit einem Achselzucken nach Hause geschickt werden.
Für die erforderlichen 250 000 Unterschriften für eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters sind 220 000 inzwischen schon beigebracht worden.
Zuletzt geändert von ATA am Freitag 19. August 2011, 10:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Cheetah » Donnerstag 18. August 2011, 00:10

Hallo ATA,

als ich Ende November/ Anfang Dezember 2004 hier zum ersten Male alleine ins Land kam und im Hotel Balmoral auf der 18-de-Julio wohnte machte ich viele Spaziergaenge zu Fuss, auch in Richtung Hafen und zum Mercado del Puerto. Kein einziges Mal fuehlte ich mich bedroht. Allerdings war ich nicht am Abend unterwegs.

Meiner Meinung nach hat sich einiges gewandelt in diesen Jahren, ist schon etwas unsicherer geworden. Ein bisschen kommt es wahrscheinlich auf einen selber an. Ich wuerde die Gefahr nicht suchen sondern lieber am Abend, wenn man in einem Lokal ist, ein Taxi rufen, bevor ich zu Fuss unterwegs waere. Aber diejenigen, die sich am Abend in Monte bewegen koennen das besser beurteilen.
Irgendwie aehneln sich die Grossstaedte und ich glaube auch in D gibt es heute derartige Probleme, wenn man sich in gewissen Gegenden bewegt.

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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Donnerstag 18. August 2011, 09:52

Cheetah hat geschrieben:Irgendwie aehneln sich die Grossstaedte und ich glaube auch in D gibt es heute derartige Probleme, wenn man sich in gewissen Gegenden bewegt.

Hola Cheetah,
ich habe in meinem Posting das Wort "weltweit" in Klammern dazu geschrieben, Weil...
grundsätzlich ist es spätabends, nachts, frühmorgends überall in der Welt ziemlich gefährlich geworden. Sogar in meinem kleinen Städtchen, das vom Tourismus lebt, wandern Betrunkene, fast immer Jugendliche, durch die Gassen und zerstören Vorgärten, heben Gullis aus den Strassen, Kippen Mülleimer um, zerstören parkende Autos und pöbeln Passanten an. Und das findest du genau so auch an berühmte Orte wie auf der Camps Elysee in Paris oder in der Altstadt Montevideos. Jugendliches Prekariat, verbunden mit Alkohol und überforderter Staatsmacht wird sich weiterhin allabendlich weiter ausbreiten. Das ist das wahre Leben. Der fehlende Kontakt zur Wirklichkeit und die sich daraus ergeben theoretische Ansicht der von Body Guards stets bewachten Politikern mit ihren Fehleinschätzungen, die nur finanziell orientiert sind, also die Staatsmacht personell abzu bauen, machen dies alles immer mehr möglich.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Paule » Samstag 20. August 2011, 07:29

Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Paule am Montag 10. Oktober 2011, 04:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Samstag 20. August 2011, 10:57

Paule hat geschrieben:Tja die preise sind hier gestiegen.Egal ob Miete, Lebensunterhaltungskosten ect. . . Dadurch steig auch die Armut aber Ich würde auch vor 3 Jahren nachts nicht am Hafen von Montevideo rumlaufen oder in der Altstad. Das würde auch kein Uruguayer machen. Mann musss halt wissen wo mann sich aufhalten kann zur gewissen Uhrzeiten. Oder würded Ihr nachts um 2 Uhr im Centralpark von New York spazieren gehen ?

Warum läuft dann nicht Polizei mindestens ausreichend flächendeckend in diesen Brennpunkten Streife? Fündig würden sie sicherlich und abschrecken täte dies auch. Wohlgemerkt qualitatv und besonders quantitativ muss für die Bekämpfung der Kriminalität und Vandalismus unbedingt drastisch aufgerüstet werden. In Berlin/Deutschland brennen zur Zeit Nachts ständig Autos. Anfänglich waren es nur hochpreisige Luxuskarrossen. Heute wird alles angezündet, was gerade da parkt. Und da Wahlen anstehen, reden nun wieder einmal einige Politiker von mehr Polizeipräsenz. In Wirklichkeit wird gewaltig Polizeipersonal abgebaut. Das nennt man Wahlkampf Kein Politiker will WIRKLICH die Polizei aus Kostengründen aufrüsten. Dabei ist dies GEWALTIGST und DRINGENST notwendig. Und beim Thema Alkohol sollten auch die Gastwirte in die Verantwortung genommen werden. Nicht nur die Jugendliche bis zum lallen und wanken abfüllen, abkassieren und dann werden sie auf die Strasse geschickt und sich selbst überlassen. Wer dann noch eine Flasche Wodka benötigt, schwankt ebend zur Tankstelle, die 24 Stunden geöffnet hat und holt sich den Rest.
Heute Morgen lag in der Nachbarschaft eine nigelneue Holzbank quer auf der Strasse, natürlich zertreten. Sie ist von einem Hauseingang geklaut worden.

Alltag, und keinem verantwortlichen Politiker interessiert dies in seinen gesicherten Areal.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon piejayb » Samstag 20. August 2011, 16:17

ATA hat geschrieben:Warum läuft dann nicht Polizei mindestens ausreichend flächendeckend in diesen Brennpunkten Streife? Fündig würden sie sicherlich und abschrecken täte dies auch. Wohlgemerkt qualitatv und besonders quantitativ muss für die Bekämpfung der Kriminalität und Vandalismus unbedingt drastisch aufgerüstet werden. In Berlin/Deutschland brennen zur Zeit Nachts ständig Autos. Anfänglich waren es nur hochpreisige Luxuskarrossen. Heute wird alles angezündet, was gerade da parkt. Und da Wahlen anstehen, reden nun wieder einmal einige Politiker von mehr Polizeipräsenz. In Wirklichkeit wird gewaltig Polizeipersonal abgebaut. Das nennt man Wahlkampf Kein Politiker will WIRKLICH die Polizei aus Kostengründen aufrüsten. Dabei ist dies GEWALTIGST und DRINGENST notwendig. Und beim Thema Alkohol sollten auch die Gastwirte in die Verantwortung genommen werden. Nicht nur die Jugendliche bis zum lallen und wanken abfüllen, abkassieren und dann werden sie auf die Strasse geschickt und sich selbst überlassen. Wer dann noch eine Flasche Wodka benötigt, schwankt ebend zur Tankstelle, die 24 Stunden geöffnet hat und holt sich den Rest.
Heute Morgen lag in der Nachbarschaft eine nigelneue Holzbank quer auf der Strasse, natürlich zertreten. Sie ist von einem Hauseingang geklaut worden.

Alltag, und keinem verantwortlichen Politiker interessiert dies in seinen gesicherten Areal.


Hallo zusammen.
Da muss ich auch mal meinen Senf dazu geben :)

Polizei aufrüsten? Ist ein Möglichkeit. Wäre es aber nicht besser der "kriminellen" Jugend Alternativen anzubieten, statt auf mehr Polizei zu setzen? Denke doch die wenigsten sind wirklich kriminell. Nur wer nichts zu tun hat, keine Arbeit hat und keine Alternativen sieht der macht auf sich aufmerksam. Wie kann man das am besten machen? In dem man etwas verbotenes anstellt. Manchmal ist es und da geh ich in Monte von aus, der schiere Überlebenswille. Wenn man sieht welche kranke Gestalten da auch Tagsüber in er Straßen rund um die Julio18 und die Colonia leben dann wundert es doch niemanden wenn da was passiert. Es gibt hier halt kein soziales Netz dass solche Menschen auffängt!

Ich werde nie vergessen, als ich einmal durch die Tacuarembo lief, öffnete sich plötzlich ein Müllcontainer und ein noch junger Kerl krabbelte raus der da drin genächtigt hatte.

Ob da ein sinkendes Strafalter oder mehr Strafen Sinn machen? Ich denke nicht. Nur gut, dass sich dieses verhalten zum größten Teil nur auf Monte beschränkt und in ländlichen Gebieten Ruhe herrscht.

Monte ist als Wohnraum, für mehr als die Hälfte des ganzes Uruguayischen Volkes, mit Sicherheit ein besonderes Pflaster.

Gruß inne Runde!

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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Samstag 20. August 2011, 19:56

piejayb hat geschrieben:Hallo zusammen.
Da muss ich auch mal meinen Senf dazu geben :)

Polizei aufrüsten? Ist ein Möglichkeit. Wäre es aber nicht besser der "kriminellen" Jugend Alternativen anzubieten, statt auf mehr Polizei zu setzen? Denke doch die wenigsten sind wirklich kriminell. Nur wer nichts zu tun hat, keine Arbeit hat und keine Alternativen sieht der macht auf sich aufmerksam. Wie kann man das am besten machen? In dem man etwas verbotenes anstellt. Manchmal ist es und da geh ich in Monte von aus, der schiere Überlebenswille. Wenn man sieht welche kranke Gestalten da auch Tagsüber in er Straßen rund um die Julio18 und die Colonia leben dann wundert es doch niemanden wenn da was passiert. Es gibt hier halt kein soziales Netz dass solche Menschen auffängt!

Ich werde nie vergessen, als ich einmal durch die Tacuarembo lief, öffnete sich plötzlich ein Müllcontainer und ein noch junger Kerl krabbelte raus der da drin genächtigt hatte.

Ob da ein sinkendes Strafalter oder mehr Strafen Sinn machen? Ich denke nicht. Nur gut, dass sich dieses verhalten zum größten Teil nur auf Monte beschränkt und in ländlichen Gebieten Ruhe herrscht.

Monte ist als Wohnraum, für mehr als die Hälfte des ganzes Uruguayischen Volkes, mit Sicherheit ein besonderes Pflaster.

Gruß inne Runde!

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Hola Piejayb,
willkommen erst einmal hier im Forum. Du hast natürlich fast voll recht. Es zeigt uns, das wir Kriminalität haben, die aus der Armut und dem Überlebenswillen entsteht. Und wir haben Kriminalität, die, sagen wir mal, aus Spaß an der Kriminalität, dem Abbau von Frust und Aggressionen dient und dem Willen unerschwingliche Konsumware zu besitzen. Entweder direkt durch Diebstahl oder indirekt mit gestohlendem Geld diese zu kaufen, bzw.seine Drogen kaufen zu können. Bei der letzteren Gruppe kommt noch der nichtvorhandene Respekt vor dem Eigentum anderer hinzu. Allgemeine Wertevermittlung wird oft in dem
prekären Familienstrukturen total vernachlässigt.
Für die erster Gruppe ist zu 100% der Staat verantwortlich,für eine menschenwürdige Unterkunft zu sorgen, Lebensmittel zu kommen zu lassen und Medizinische Hilfe und Winterhilfe zu organisieren.Und da Arme bekanntlich weltweit keine eigenen Lobbyisten in der Politik haben, wird sich da wohl nur alibimäßig der Staat arrangieren. Zur zweiten Gruppe: Für die muß die Polizei personell stark vergrößert werden, Staat und Justiz müssen drastischer durchgreifen. Und das Zauberwort Bildung greift sehr oft nicht, weil kein Interesse bei den Betroffenen besteht. In einem Bundesland in D sollen sogar geschlossene Heime für kriminelle unverbesserbare Jugendlichen entstehen, die auch anfänglich gegen ihren Willen dort unterkommen sollen und hoffentlich hochwertige Betreuung bekommen und kein reines Verwahren.
In D ist geplant, das jede Kommune seine eigene Pauschal-Unterkunftskosten für Hartz 4 Empfänger festlegen kann. Das bedeutet, sollten diese und dies ist der Hintergedanken um Kosten zu sparen, sehr niedrig sein, so werden sich alle Hartz4 Empfänger in Getto Wohnblöcken wieder finden, weil im öffentlichen Vermietungsspektrum für diese Pauschal-Unterkunftskosten keine Wohnung anzumieten sein wird. Das zeigt den nicht vorhandenen Willen der deutschen Regierung die soziale und damit auch kriminelle Problematik in keiner Weise ändern zu wollen. Im Gegenteil. Wir werden es mit immer mehr Kriminalität zu tun bekommen. Und daher ist eine Reform der Staatshärte erforderlich, denn das bisherige Schmusestrafen reicht, wir sehen es tagtäglich, nicht mehr aus. Und zur deutschen Polizei muß ich ergänzend sagen, wenn es in gefährlichen gegenden zu Einsätze kommt, dann sollten kleinere, "schwache" Beamtinnen nicht unbedingt mit dabei im Einsatz sein. Der Respekt vor der Polizei ist extrem gesunken. Dafür gibt es mindestens diesen Grund.
Emanzipation sollte da seine Grenzen finden, wo sie sich negativ auswirken könnte. Damit ist keinem geholfen. Dem gewaltbereiten Schläger nicht, der evtl. traumatisierten Beamtin nicht, dem Steuerzahler nicht und der Gesellschaft nicht.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon piejayb » Samstag 20. August 2011, 21:57

Nun es stimmen wohl beide Ansichten. Nur keine greift das Übel an der Wurzel an, finde ich. Egal wo, ob hier in Uruguay oder in Deutschland oder sonst wo auf dieser Welt. Es fehlen die Perspektiven für die Jugend. Es fehlen auch Perspektiven für Arbeitslose usw. Die Trennung von arm und reich wird immer größer. Besonders in den ursprünglich reichen Ländern wie gerade Deutschland mal eines ist oder war. Ich behaupte mal es ist ein armes Land mittlerweile.
Mehr Polizei? Wie viel sollen noch kommen? Ich denke da ist schon genug da. Da ist schon soviel da, dass man eben vor denen keinen Respekt mehr hat, warum? Weil die einem schon gehörig auf den Wecker gehen. Das sage ich jetzt als alter freiheitsliebender Mann von 55! Klar Ordnung muss sein, Ordnung wird auch eingehalten wenn man mit seinem Leben zufrieden ist. Ich denke nicht, dass viele der kriminellen einen Diebstahl begehen nur um des Geldes wegen um sich daran zu bereichern und um das dann auf der Bank zu horten. Die haben eher Hunger und wollen was zum futtern haben. Leider sind auch diverse Junkies drunter die die Statistik versauen. Für die habe ich auch kein Verständnis.
Aber noch mehr Polizei muss von der arbeitenden Bevölkerung durch gefüttert werden. Das heißt es zahlt der Staat und der holt sich das wieder. Das ist ein Kreislauf ohne Ende. Deutschland finde ich ist neben der USA eine Paradebeispiel dafür. Ich kenne nicht das Verhältnis, aber ich vermute mittlerweile sind es mehr Menschen die in der Verwaltung, dazu zähle ich auch die Polizei und Feuerwehr usw. arbeiten, als Menschen die etwas Produktives erbringen. Da krank der ganze Staat. Denke Griechenland ist dafür das beste Beispiel, das setzt sich fort in der ganzen EU mit dem Doppelwasserkopf von Brüssel und Straßburg. So richtig treffend beschrieben ist es [url]http://www.aus-wandern.de/wir[/url]! Diesen Beitrag den ich jedem Mal empfehlen da dort alles beschrieben ist und den Kern trifft.
Ich weiß nicht wie es weitergehen wird. Die Welt ändert sich im Moment. Es bilden sich Mehrheiten die man nie für möglich gehalten hat. Es entwickeln sich Wellen in der einfachen Bevölkerung und die schwappen von einem Land in das Andere. Das ist mit mehr Polizei und Gewalt oder Überwachung nicht aufzuhalten. Ich befürchte eher es verstärkt die Aggressionen und führt zu noch mehr Aufstand. Den was haben die Menschen noch zu verlieren? Nichts!
Wer wach ist geht seinen Weg! wer ganz wach ist packt seinen Koffer und sucht sich ein ruhiges Fleckchen. Uruguay ist ein ruhiges Fleckchen und ich hoffe es bleibt so!
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Cheetah » Samstag 20. August 2011, 22:19

Hallo meine Herren,

nun bin ich ueber sechs Jahre hier im Land und habe dabei sehr viel gelernt. Mit der Zeit lernt man die Menschen besser kennen, sie sprachlich auch besser zu verstehen. Kein Mensch ist von Natur aus schlecht, aber viele haben keine oder nur wenig Chancen und fuer uns Europaeer ist es manchmal so leicht ein wenig zu helfen, es muss keine Unsummen von Geld kosten.

Wir muessen lernen mehr aufeinander zuzugehen, keine Beruehrungsaengste zu haben.
Sehr gute Freunde von mir sind jordanisch-uruguayischer Abstammung und aus Suedafrika (meine besten Freunde sind hier geborene Uruguayer deutscher Abstammung). Wir gehen ungezwungen aufeinander zu, es ist ein Geben und Nehmen. Keiner hat Beruehrungsaengste ob der andere mehr hat oder weniger. Ich finde es schoen! Wirkliche Freundschaft hat sich entwickelt!

Hierzulande finden sich grosse Haeuser neben kleinen Haeusern, reichere Leute neben aermeren Leuten, aber sie "beissen" sich nicht. Und wenn jemand mal Hilfe braucht dann sollte man sie geben, man kriegt definitiv ohne falsche Scham etwas zurueck. Das ist das besondere was ich hier in Uruguay mag!!! Nasehochs kenne ich kaum welche, und das ist gut so!

Liebe Gruesse
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon ATA » Sonntag 21. August 2011, 11:04

Cheetah hat geschrieben:
Wir muessen lernen mehr aufeinander zuzugehen, keine Beruehrungsaengste zu haben.
Sehr gute Freunde von mir sind jordanisch-uruguayischer Abstammung und aus Suedafrika (meine besten Freunde sind hier geborene Uruguayer deutscher Abstammung). Wir gehen ungezwungen aufeinander zu, es ist ein Geben und Nehmen. Keiner hat Beruehrungsaengste ob der andere mehr hat oder weniger. Ich finde es schoen! Wirkliche Freundschaft hat sich entwickelt!

Wenn ich mir alles hier durchlese, erkenne ich, anscheinend gibt es nur theoretische, moralisch einwandfreie und christlich/tolerante Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen, die im Einzelfalle sicherlich zutreffen, aber insgesamt die Lage nicht ändern werden. Denn dies wird schon seit Jahrzehnten gefordert und verlangt und hat nichts geändert.
Cheetah:
Wir muessen lernen mehr aufeinander zuzugehen, keine Beruehrungsaengste zu haben.
Das Leben auf dem Lande, wo der nächste Nachbar viele hundert Meter entfernt lebt, macht dies notwendig und wird auch angenommen. Somit werden keine Probleme i.d.R. das nebeneinander leben erschweren. Ist quasi der Idealzustand mit Leuten aus verschiedenem sozialem Status,Religion und Kultur untereinander gut auszukommen.Reiche und Arme, die letzteren sind sehr oft auch Angestellte des "Reichen", haben ihre Rolle im Leben gefunden und sich damit abgegeben und der Arme ist gegenüber dem "Reichen" loyal eingestellt. Neid und Missgunst entsteht kaum.

Anders in den Ballungsräumen dieser Welt. Reiche igeln sich ein, (Südafrika)und haben auch kaum bis keine Probleme damit, das alltägliche Elend und die erschreckende Armut anzuschauen oder gar unhuman damit umzugehen. Dazu kommt die Politik der jeweiligen Regierungen, den Hass zwischen Reichen und Armen durch entsprechende ungerechte Gesetzgebung zu steigern.
Kurzer Abstecher nach D: Steigere sehr geringfügig den Hartz4 Regelsatz und lasse dies kostenneutral durch geringen geldlichen Abzug von Beamten ab A16 (Beginnt bei einem Anfangsgrundgehalt 5376 €+ entsprechende vielfältige Zulagen, gegenfinanzieren. (In der Grundamtsbezeichnung ist A16 für leitende Direktoren vorgesehen.) Dann wisst ihr, was ich damit meine. Und Grundlage von Freundschaften kann nur sehr theoretisch erwartet werden. Und in diesem nicht vorhandenem Nehmen und Geben liegt eine Ursache des Übels. Ghettobildung kann die Folge sein und kulturelle und religiöse Zuflucht in den "Annehmlichkeiten" im Heimatlandes ihrer Väter tragen auch dazu bei, ihrem Geburtsland Deutschland feindlich gegenüber zustehen. Das wäre ein zweiter Grund. Und nicht nur in New York gibt es Stadtbezirke, wo die Polizei kaum im Einsatz ist, weil zu gefährlich. Auch in D gibt es diese. Der Beamtenapparat in D ist zu sehr aufgebäht und voller Großzügigkeit. Hier muß die kostenlosen Beamtenaltersicherungen und Zulagen für jeden Pup dringend reformiert werden. (reformiert im Sinne sozialer Reformen, die immer Verringerung und Abschaffung bedeutet). Die dabei eingesparten Gelder könntenin dem aktiven Polizeiausbau investiert werden.
In Ostfriesland hatten sich vor wenigen Tagen bei einem Rettungseinsatz für die verstorbene Mutter ein Bruder den älteren Bruder vor den Augen der Rettungssanitäter erstochen. Beim verlangten Polizeieinsatz hieß es, die Beamten sind zur Zeit bei einem Brand und können nicht sofort zum Einsatzort kommen.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Paule » Samstag 10. September 2011, 07:56

Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Paule am Montag 10. Oktober 2011, 04:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Paule » Samstag 10. September 2011, 08:08

Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Paule am Montag 10. Oktober 2011, 04:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Montevideo Altstadt - Gefaehrliches Pflaster

Neuer Beitragvon Ralph » Montag 12. September 2011, 00:07

Paule hat geschrieben:Hi Rita
Parkwächter der auf die Autos aufpasst....Dieb....der ein Auto klauen will. Dieb zu Parkwächter "Hey du bist doch mein Freund Ich will das Auto jetz klauen"
Parkwächter. "Ne das darfst du nicht" Dieb zu Parkwächter " Na gut dann hol Ich jetzt mein Messer und komme zurück". Parkwächter "Hole es doch dein Messer deswegen darfst du trotzdem kein Auto klauen"
Dieb kommt mit Messer zurück...Parkwächter hat angst...Mitlerweile schauen über 30 Leute zu. Parkwächter und Dieb laufen um ein Auto herum...das ganze geht dann ungefähr eine Stunde bevor der Dieb entnervt aufgibt. :D :D :D

Kaum zu glauben.
Mit den Ostblockis in Deutschland läuft das normalerweise ein wenig "konkreter" ab.
Liebe Grüße, Ralph
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